Tja, nun melde ich mich langsam auch mal zu Wort.
Nach anfänglicher Euphorie erwarte ich mir von der Stock-Arbeit eigentlich gar nichts mehr. Zumindest nicht von MicroStocks. Klar, man bekommt ein paar Cent -öfter auch mal ein paar wenige Euros- für seine Arbeiten (wenn nicht gerade mal mehr als Web/Medium-Mediumauflösungen rumkommen), doch kann es das ja nicht wirklich sein.
Trotz aller Argumente (beispielsw. "die Menge machts", "lieber 10x billig als 0x teuer" etc.) für Microstocks habe ich mich mich entschlossen, zumindest die ganz billigen Agenturen nicht mehr zu beliefern. Wieviel zusätzliche Arbeit (Upload, nachträgliches Einsortieren bei den Agenturen, merkwürdige Sonderwünsche für Einsortierung usw.) soll ich mir denn machen, um es jeder Agentur mundgerecht hinzuwurschteln? Zu welchem (zusätzlichen) Aufwand bin ich bereit?
Nehme ich die ganze Action drumrum und überschlage ich allein mal den Verwaltungsaufwand pro Bild, dann kann man bei den meisten MicroStocks ja nicht mal ansatzweise von "Stundenlohn" sprechen. Almosen.
Ich habe deshalb die Uploaderei bei fast allen Agenturen, die ich bisher probiert habe, beendet. Was bleibt, sind Zoonar, Bildmaschine und ShotShop (die probiere ich aber gerade erst aus - keine Erfahrung dort). Und für die wirklichen Reste verwende ich dann nach wie vor Istock als "Billigheimer".
Alle anderen Agenturen: "Nee, lass mal." ;-)
Das ist keine Verbitterung, nicht im mindesten. Aber ich bin nicht bereit, Arbeiten, die ich in meiner Freizeit erstellt habe, für weniger als nen Appel & nen Ei zu verramschen. Noch dazu, wo mir Verwaltunsarbeiten verhasst ist wie ner Katz das Wasser. So werde ich mich jetzt drauf konzentrieren das zu tun, was mir wirklich Spaß macht: FOTOGRAFIEREN!
Damit ich gar nicht erst wieder in Versuchung komme, billigen Scheiss zu fabrizieren, verhökere ich heute Abend meine A100 (die aber gar nicht übel ist) und werde den Erlös als Zuschuss zu nem Filmscanner nehmen, den ich mir kommende Woche besorgen gehen will.
Also greife ich in Zukunft nur noch zu KB- und Mitelformatkamera, püttschere ganz entspannt mit Entwickler & Co und verarbeite das, was mir gut erscheint, am "digitalen Vergrößerer" am Schreibtisch.
Was danach übrig bleibt ist dann so gut, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich es bei Zoonar oder Bildmaschine auch mal zu höheren Preisen anbieten kann. Ich weiss, verkauft sich vielleicht nicht gleich oder gar mehrmals, aber ich fühle mich wenigstens wohl dabei.
Also... das war nicht böse gemeint und ist nicht als chronischer "Microstock-Hass" zu werten, aber ich hab für mich rausgefunden, dass Massenfabrikation nicht meine Welt ist. ;-)
LG,
AnalogFreak