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  #21 (permalink)  
Alt 20.07.2008, 21:43
Profi Talker
 
Registriert seit: 13.11.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 856
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@gina & kermit:
Bitte- drescht nicht so aufeinander ein! Ich glaube kaum, daß es euer Anliegen ist, hier einfach nur Frust ab zu lassen.

@gina:
Deinen Beitrag zum Keywordklau habe ich gerade erst gelesen- der war mir vorhin entgangen.Das halte ich für absolut illegal, egal ob durch Profi oder Amateur. Da wird es höchste Zeit, daß die Agenturen etwas gagegen unternehmen, zumal du bekanntermaßen kein Einzelfall bist. Wenn du extra Geld für ein entsprechendes Programm ausgegeben hast und auch weißt, wer das im Einzelfall ist, muß es doch möglich sein, etwas dagegen zu unternehmen! Da wäre ich nicht nur gefrustet- ich würde kochen vor Zorn und mir entsprechende Schritte überlegen. Hier wird, genau genommen, ein Urheberrecht verletzt, nämlich deines.
Das Kopieren deiner Ideen ist eine weitere Urheberrechtsverletzung, die ebenfalls strafbar ist. Dazu habe ich schon entsprechende Urteile im Internet gelesen.
Ne, begeistert kannst du nicht sein. Ich finde es aber sehr gut, daß du diese Dinge ansprichst, weil das so nicht haltbar ist. Motiv- und Keywordklau haben ja schon die "Amateure" an anderer Stelle beklagt- höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen!
Ansonst müssen wir halt noch lernen, daß Profis wie Amateure sehr unterschiedlich sind. In beiden Gruppen wird Stockarbeit auf Vollzeitbasis geleistet und in beiden Gruppen werden Agenturen "nebenher" beliefert. Da helfen Pauschalierungen genau so wenig weiter wie gegenseitige Schuldzuschiebungen.

Lieben Gruß Renate
  #22 (permalink)  
Alt 20.07.2008, 22:43
Small Talker
 
Registriert seit: 16.01.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 112
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Hallo Gina u. Goodie,

zu den Plagiaten - die sehe ich leider überall. Und ich habe auch schon Wiederholungen meiner eigenen Fotos gesehen (in einer fast 1zu1 Umsetzung). Übrigens von einem Fotografen, der auch hier im Forum schreibt. Aber was will man dagegen machen. Vielleicht sollte man sich sogar freuen, denn scheinbar war das Bild so interessant, dass es Nachahmer gefunden hat. ;-)
Ganz dreist fand ich eine Kopie eines Fotos das bei Imagepoint angeboten wird und "Kochlehrling"heißt. Das Original ist von 2004. (Nur zur Info- es ist nicht mein Foto- aber ist fand die Idee so witzig, dass es mir im Gedächtnis geblieben ist.Deshalb finde ich es wirklich tolldreist so eine Idee zu kopieren und in der selben Agentur anzubieten)
Wer ein fotografisches Gedächtnis hat erkennt die Plagiate sofort. Das Netzt ist nicht so anonym, dass sich nicht bestimmte Fotos bestimmten Fotografen zuordnen ließen und Wiederholungen eben auch denjenigen, die gerne Ideen übernehmen.
Schade nur, dass die Agenturen solche Plagiate nicht abweisen. Aber vielleicht haben die Redakteure ja keine fotografisches Gedächtnis. Ist vielleicht auch ein bißchen viel verlangt.
LG Clarita
  #23 (permalink)  
Alt 20.07.2008, 23:07
Small Talker
 
Registriert seit: 24.11.2007
Ort: Linz
Beiträge: 43
Standard

@kermit: << Du bist ja auch kein Vollzeit-Stockfotograf sondern machst das auch nur als Zuverdienst .

@gina: << ...lesen würdest seit 1992 VOLLZEITfotografin in Sachen Stockfotogarfie...

@kermit:<<Ich habe nie behauptet, daß du eine Nebenerwerbsfotografin bist ich habe nur von Stock geredet .

Du solltest Dir schon merken was Du schreibst, oder meine Beiträge richtig lesen. Du hast geschrieben ich bin keine Vollzeit Stockfotografin: Für Dich noch einmal zum mitschreiben: Ich bin seit 1992 Vollzeit-Stockfotografin.

@Goodie & Clarita:
Klagen hat keinen Sinn. Mann kann Stockfotos zu 99,8% nicht urheberrechtlich schützen. Es gibt da schon etliche höchsrichterliche Entscheidungen. Das selbe ist mit den Keywords.
Und wenn einer klug genug ist, die "Beweiswörter" rauszulöschen, und 2 eigene hineinschreibt kannst Du sowieso nichts beweisen.

LG Gina

Geändert von gina (21.07.2008 um 08:39 Uhr).
  #24 (permalink)  
Alt 20.07.2008, 23:58
Profi Talker
 
Registriert seit: 13.11.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 856
Standard

Hallo Gina,

einen ersten Schritt hast du doch schon getan, nämlich die Problematik mal an zu sprechen. Ich habe gerade wieder den Thread hier gefunden, bei dem es sich um die Suche nach Keywords handelt:
http://www.foto-talk.relota.com/allg...t-stehlen.html
Wenn die Gesetzgebung noch nicht so weit ist, kann man das Thema auch ansprechen, öffentlich machen und Bewußtsein schaffen. In hartnäckigen Fällen auch die Agentur per Mail informieren.
Wahrscheinlich ist es nötig, erstmal ein Bewußtsein für Unrecht zu schaffen, um auf breiterer Front Unterstützung zu finden, der dann möglicherweise gesetzliche Regelungen folgen.
Ansonsten kannst du locker deinerseits Kopien vom Keywordsatz der Betreffenden machen. Selbst wenn deine Beweiswörter fehlen, kann der Rest davon unmöglich zufällig identisch sein.
Ich gebe zwar kein Geld für Keywordprogramme aus, suche aber ausgiebig und lange im Internet, um Informationen für Keywords zu sammeln. Wenn ich merken würde, daß sich Andere die Arbeit auf meine Kosten ersparen, wäre ich auch stinksauer. Ich fotografier halt immer so ausgefallene Sachen, die andere nicht gebrauchen können.
Hier ist ein guter Platz, diese Dinge mal konkret an zu sprechen- belebe den alten Thread oder mach einen neuen dazu auf. Die Bilderkopien verdienen bestimmt auch noch der Ansprache.

Lieben Gruß Renate
  #25 (permalink)  
Alt 21.07.2008, 08:26
Small Talker
 
Registriert seit: 24.11.2007
Ort: Linz
Beiträge: 43
Standard

@Goodie:
Zu den Keywords: Sogar Yuri hat ein Programm ins Internet gestellt, bei dem man einen Suchbegriff des eigenen Bildes eingibt, eine Trefferliste mit zum Thema passenden Bildern bekommt, sich diejenigen, die dem eigenen Bild am ähnlichsten sind aussucht und per Mausklick die 50 am meisten verwendeten Keywords der ausgewählten Bilder übernimmt... Okay, man klaut hier nicht von einem sondern von mehreren Fotografen...
Im übriigen habe ich natürlich mit den betroffenen Agenturen Kontakt aufgenommen, aber nur die Bildmaschine hat darauf auch reagiert, wofür ich mich auch bedanken möchte. Bei den anderen ist es im Sande verlaufen.

Zu den Bildern: Es gibt von Visuell ein sehr gutes Buch zum Thema Fotorecht mir vielen letztinstanzlichen Entscheidungen. Daraus kann man entnehmen, dass es nahezu unmöglich ist, eine Bildidee zu schützen. Es sei denn, es ist eine so aussergewöhnliche Situation, die im Alltag so nicht vorkommen kann. Wenn ich mir dann aber ansehe, wie viele Fotografen zu Hause Goldfische haben, die fröhlich zwischen den Gläsern hin- und herhüpfen (und meine machen das im Alltag eigentlich nicht) ist offenbar auch diese Motiv nicht zu retten. Auf der anderen Seite ja auch richtig: Sionst wären ja eigentlich keine Bilder mehr zu fotografieren. Es gibt ja doch schon (fast) alles. Und wer hatte den ersten Wassertropfen, den ersten Businesspeoplehandschlag, usw.

LG Gina
  #26 (permalink)  
Alt 21.07.2008, 10:13
Small Talker
 
Registriert seit: 18.04.2008
Ort: Philippsheim
Beiträge: 110
Standard

Hallo Gina,

sorry wenn ich es falsch verstanden habe. Ich dachte Du machst auch bereiche der "klassischen" Fotografie. Daher kam meine Meinung "Nebenstockie"
Ich danke Dir nur, daß wir jetzt wieder auf der sachlich-produktiven Ebene weiter Diskutieren können.
Ich habe dieses Thema nicht eröffnet um irgendwelche "Betriebsgeheimnisse" zu erfahren oder weitere Infos zu bekommen den Profis das Leben schwer zu machen.
Meine Beweggründe sind auch nicht eine Einnahmequelle aufzutun um irgendwo noch Geld zu verdienen. Mein/Unser Betrieb läuft sehr erfolgreich die Investitionssumme von über 700000 EUR sind gut gedeckt also hier sind keine Probleme.
Zu meinen Beweggründen sei nur am Rande erwähnt: Ich hatte leider nicht die Möglichkeit eine Ausbildung zum Fotografen zu machen, habe meine Leidenschaft hierfür auch erst später entdeckt. Da ich weiß, daß die anlaufzeit sehr lange ist fange ich locker an ohne mir oder anderen Streß zu machen. Soviel aber nur zu mir selbst.

Hier soll es um die Sorgen und Nöte beider Seiten gehen und dieser Thread zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. Außerdem haben viele Branchen schon duch gebündelte und synergieeffekte stark profitiert.
__________________
LG
Dirk
Amateur und Spaß dabei!
  #27 (permalink)  
Alt 21.07.2008, 10:55
Benutzerbild von TeaTime
Admin
 
Registriert seit: 25.09.2007
Ort: Itzehoe
Beiträge: 1.088
Standard

Zitat:
Zitat von gina Beitrag anzeigen
Und noch einmal: Ich schiebe es nicht auf die Amateurfotografen`.Es haben dazu Microagenturen gehört, und viele Leute die mal schnelles Geld geschnuppert haben.
Der Markt macht den Preis. Und wenn Agenturen / Redaktionen auf der Suche nach preiswerten Bildlieferanten sind, dann haben Microstockagenturen natürlich sofort die Chance genutzt. Das ist eben die freie Marktwirtschaft. Alles wird durch Angebot und Nachfrage geregelt.

Dass dabei in diesem System viele Profifotografen auf der Strecke bleiben - sorry, da haben sie selber schuld. Wer nicht in der Lage ist, seinen Beruf in irgendeiner Form schützen zu lassen, der muss eben letztendlich mit den Konsequenzen leben. Ich kenne kaum einen Berufsstand, in dem sich so viele Amateure tummeln und den Profis die Arbeit wegnehmen.

Wohlgemerkt: ich rede hier von Profis, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen und möglicherweise auch noch eine Familie ernähren müssen. Der Amateur hat in der Regel eine feste Arbeiststelle und ein geregeltes Einkommen. Ihm kann es egal sein, dass er in einem Monat mal 50% weniger als im Vormonat verdient.

Aber: das ist eben die Zeit heute. Das wird man auch nie wieder zurück drehen können. Dazu ist es zu spät. Nur sollte man als Profi nicht anfangen zu jammern, sondern sich auf den Markt einstellen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich unter Wert verkaufen muss. Qualität hat nun mal ihren Preis.

Zitat:
Aber @kermit - warum findest Du die Sache mit den Leserreportern schlecht?
Ich finde diese Idee absolut besch...eiden. So lange jemand wichtige Bilder von einem Ereignis macht, die sonst niemand hat - OK. Das war aber auch schon zu analogen Zeiten ohne Leserreporter so. Aber diese Leserreporter halten sich an keine Konventionen. Ihnen ist teilweise z.B. das Recht der Menschen völlig egal - wohl aber eher aus Unwissenheit.

Zitat:
@hottommi:
Tut mir leid, wenn Du meinen Beitrag als Provokation aufgefasst hast - es ist halt mal meine ( und die der meisten Profis) Meinung.
Also, ich habe Deine Äusserung nicht als Provokation verstanden. Es gibt halt eben verschiedene Meinungen dazu und meine geht eindeutig auch in Deine Richtung.
Auch ich gebe zu, dass mich die vielen Amateurfotografen geärgert haben. Insbesondere, weil ich dadurch eine lukrative relativ feste Einnahmequelle nach fast 10 Jahren verloren habe. Inzwischen ärgere ich mich nicht mehr darüber (auch Amateure liefern zum Teil hervorragende Arbeiten ab), sondern arrangiere mich damit.

Zitat:
Und seid mal ehrlich: Es ist ja auch so dass 80% der Amateure keine 100 Euro im Monat Umsatz machen - aber trotzdem (natürlich unter all den bereits genannten Umständen wie "Geiz ist geil" usw. usw.) den Markt ruiniert haben.
Wie ich oben schon schrieb: es gehören immer zwei Seiten dazu. Allein den Amateuren die Schuld zu geben, wäre zu einfach.

Übrigens: ich möchte nicht wissen, wie viele Amateurfotografen massiv Probleme mit dem Finanzamt bekommen würden...
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Gruß Ralf

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  #28 (permalink)  
Alt 21.07.2008, 10:59
Profi Talker
 
Registriert seit: 13.11.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 856
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Hallo gina,

nochmals danke für die Info. Das zeigt eigentlich sehr deutlich, auf welche Art und Weise deine Arbeit kaputt gemacht wird. Und ehrlich gesagt- ich bin baff!
Daß sich bestimmte Größen der Branche auf Kosten anderer zum Star hocharbeiten, ist schlimm genug.Da wird es aber höchste Zeit, deren Glorifizierung zu beenden und Nachamereffekte zu überdenken.
Mir ist auch klar, daß sich einfachere Motive und Ideen nicht wirklich schützen lassen. Von dieser Problematik sind aber Alle betroffen, ob Profi oder Amateur. Möglicherweise macht es wenig Sinn, sich an Agenturen zu wenden, weil die nur ihren eigenen Umsatz im Sinn haben. Um so wichtiger finde ich die öffentliche Auseinandersetzung, wie sie hier geschieht. Vielleicht führt das doch bei Einigen zu einem Überdenken des eigenen Handelns.

Lieben Gruß Renate
  #29 (permalink)  
Alt 21.07.2008, 12:31
Benutzerbild von TeaTime
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Ort: Itzehoe
Beiträge: 1.088
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Zitat:
Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
Um so wichtiger finde ich die öffentliche Auseinandersetzung, wie sie hier geschieht. Vielleicht führt das doch bei Einigen zu einem Überdenken des eigenen Handelns.
Aber was willst Du damit erreichen? Dass sich alle Amateure aus "unserem" Revier zurückziehen und uns Profis alleine unsere Arbeit überlassen?
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Gruß Ralf

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  #30 (permalink)  
Alt 21.07.2008, 13:49
Small Talker
 
Registriert seit: 24.11.2007
Ort: Linz
Beiträge: 43
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@teatime: <<Aber was willst Du damit erreichen? Dass sich alle Amateure aus "unserem" Revier zurückziehen und uns Profis alleine unsere Arbeit überlassen?

Das wäre wohl ein Wunschdenken - aber auch das wäre zu spät. Die BIlder sind ja schon im Umlauf.

Ich denke, dass man den Begriff Amatuer auf mehrere Gruppen aufteilen muss. Profi ist klar. Aber bei den Amateuren gibt es den semiproeisisonellen, den engagierten, den interessierten, den Hobbyknipser und den Handyknipser ( derzeit noch zu vernachlässigen). Und hier liegen durchaus verschiedene Interessen vor, was man mit der Teilnahme am globalen Bildermakr erreichen will.

Ich wundere mich immer wieder, wie man sich motivieren kann. Ich bin halt eine sehr wirtschaftlich denkende Frau. Ich habe mr eben die Umsätze "Juni" angesehen. Fast die Hälfte kommt nicht über 100.- Euro im Monat hinaus. Die größte Gruppe davon sind die 20-50.-. Nehmen wir hier mal einen Mittelwert, so sind wir bei 35.- Euro mtl. Das sind nicht einmal 10.- Euro in der Woche, und das für die ganze Arbeit mit bearbeiten, beschriften, hochladen, einstellen der BIlder. Vom Fotografieren rede ich noch gar nicht. Und dann kommt auch noch der Ablehnungsfrust hinzu. Ich habe vor 2 Monaten für mein Studio eine neue Reinigungsdame gesucht. Unter 13.50 Euro pro Stunde geht da gar nichts. Bei der Umfrage haben 73 Personen mitgemacht, im Forum gibt es nahzu 1300 User. Welche Umsätze machen denn dann die anderen?

Bei FT gibt es derzeit knapp 100.000 "Fotografen". Davon sind wahrscheinlich bereits 80.000 Karteileichen. Mal probiert, nix geworden. Natürlich gibt es auch den engagierten Amateur, der konsequent sein Portfolio ausbaut und sich hier auch beim Verdienst verbessern kann. Nur mittelfristig wird im auch die Zeit zu knapp werden. Um wirklich halbwegs gleichmässige und vor allem NENNESWERTE Ergebnisse zu erreichen sollte man schon an die 1000 UNTERSCHIEDLICHEN Bilder haben. Hier swerdet ihr mir sicher zustimmen. Aber dafür braucht man auch viel Zeit. Ich produziere derzeit 700 Bilder im Monat. Verkaufe seit ich mit der EOS Ds1 mark III fotografiere auch bei den Macros, bzw. im Dirketvertrieb zusehends mehr Bilder. Was auch schizophren ist: Die Kunden wollen zwar die 21 MP Dateien, drucken das BIld dann aber 2-spaltig im Zeitungsraster... Nicht nachdenken darüber...

Aber welcher, auch engagierter Amateur hat die Zeit dazu? Und einen Vorteil habe ich auch noch. Ich betreibe ja auch eine eigene Datenbank und werte natürlich mit verschiedenen Programmen die Suchbegriffe der Kunden aus. So erkenne ich einerseits neue TRends, welche BIlder benötigt werden, lerne neue Suchbegriffe kennen, die auch in keinem Duden stehen (Pensionsraub) und das Programm checkt ab, ob ich Bilder mit diesem Begriff habe. Und für die Erweiterung meines Beschreibungsprogrammes ist diese Auswertung natürlich auch sehr wertvoll.

Ich hänge mal 2 Screenshoots an zum Thema "Obst". In den letzten 12 Monaten wurde 328 verschiedene Suchbegriffe zu diesem Thema eingegeben. Auch ein Grund, warum ich sehr exzessiv beschrifte (derzeit verwende ich 56.000 verschiedene Keywords).

Der langen Rede kurzer Sinn: Mal abgesehen davon, was in 2 Jahren durch die dann wahrscheinlich 10MP tüchtigen Handycams auf uns zukommt, werden sehr viele der heutigen Amateuer nicht mehr dabei sein. Es gab und gibt auch noch diese Goldgräberstimmung. Ist ja auch an den Suchbegriffen die hier um Forum eingegeben werden ganz klar ersichtlich. Es geht immer um Umsatz, verdienst, Einkommen, ...
http://www.foto-talk.relota.com/tags/

Aber da auch immer mehr Profis, die viel mehr Bilder produzieren können, im Agenturbereich mitmischen wird es für den Amateur immer schwieriger, die Umsätze auch nur zu halten. FT hat in knapp 8 Monaten 1 Million neue BIlder eingestellt. Bei Shutter sind es rund 200.000 jeden Monat.

Das spricht naürtlich wieder für Makroagenturen. Aber die richtigen Makros (nicht diejenigen, bei denen man das Honorar mit 3 anderen Agenturen vorher teilen muss) nehmen halt nur sehr wenig neue Lieferanten auf. Mauritius hat derzeit an die 700 Fotografen. Da reinzukommen ist natürlich schon sehr schwer. Und dann muss man natürlich auch dort erst mal Bilder verkaufen. Und die Makros haben wirder gerne meine 21 MP Bilder - auch etwas was der Amateur nicht so leicht zu leisten vermag.
@hiafler hat das ja sehr richtig geschrieben. Das früher halt eine Art "Zugangssperre" durch Kameratechnik und Materialkosten war, die halt jetzt weg ist. Bei den Makros aber eben auf Qualität und ausreichende Datenmenge ein großer Wert gelegt wird.

So, das wars - ist langgenug geworden...

LG Gina
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