Habt ihr schon mal was fotografiert... was euch einfach anekelt...
Seit nun 4 Monaten bin ich in der Foodfotografie aktiv... und ich habe da meine Listen, was alles zu fotografieren ist...
Mal unter uns es gibt schon widerliche Lebensmittel...
Mein Hassthema sind da Meeresfrüchte...
Garnelen.. ok das war kein Ding, die hab ich auf Salate gepackt und fand sie auch gar nicht so wiederlich.. ok die Dinger die ich bei Karstadt gekauft habe mit Panzer und Kopf... bähhhhh
Als nächstes kamen Fritz und Oskar .. zwei Kraken... unsere Freundschaft begann eher mit Gummihandschuhen, weil ich mich nicht getraut habe sie anzufassen. Nach 2 Stunden habe ich sie dann schon liebevoll auf Salat drapiert... danach mit dem Messer zu Salat verarbeitet.. dann gingen auch sie in den Müll..
Dann kam der Hummer.. nachdem er aufgetaut war... war er mir nicht geheuer...Im Laufe des Shootings haben wir uns aber darauf geeinigt, dass ich ihn zerleben muss... nun ja..
Aber mein absoluter Horror waren die 4 Wachteln.. ich wusste nicht das Hühner so klein sein können, und warum strecken sie in der Pfanne Ihre füsse aus wie frösche? Ich hatte eher den Eindruck ich brate da wellensittiche...
kurz und gut.. wer von euch macht food und hat schon mal eher merkwürdige lebensmittel verarbeitet?
Na ja, Yvonne,
meine Eltern hatten einen Bauernhof, dadurch bin ich etwas, sagen wir mal "gestählt".
Bin mit Hausschlachtungen bei etlichen Tieren dabei gewesen.
Vielleicht ist daher meine Toleranzschwelle etwas höher.
Nee, habe mich noch nie geekelt, es gibt Lebensmittel, die ich weniger gerne anfasse (rohe Leber).
Aber, habe auch noch nicht so exotisches an Meeresgetier vor meiner Linse gehabt. Wenn es soweit ist, sag ich Bescheid.
Lebendige Aale töten, das ist grauslich. Die Viecher wollen einfach nicht sterben. Hab mal in einer Küche gearbeitet. Zuerst haben wir die Aale geköpft, die Viecher haben sich weiter bewegt, als ob nichts wäre. Dann haben wir sie in einen Kübel mit Salz rein und Deckel drauf. Die sind da auch noch rausgekrochen, ohne Kopf.
Noch grauslicher ist, einem französischen koch, bei einer Krebssuppe zusehen. Zuest werden die Krebse gebraten, lebendig. Das macht man in Frankreich so.
Im Prinzip tötest du einen Flußkrebs, indem du ihn mit dem Kopf in kochendes Wasser hältst, das geht am schnellsten. Aber lebendig in heißem Fett braten ist schon recht seltsam.
Hab das alles aber nicht fotografiert, aber das waren halt so meine grauslichen kulinarischen Erlebnisse.
Naja, die französische Küche ist schon etwas eigenartig, wenn ich da noch an Froschschenkel und Weinbergschnecken denke.....Zum Glück muß man die Viecher ja nur fotografieren und nicht essen. Und dafür kriegt man sie zum Glück schon tot, gekocht, tiefgefroren etc.
Richtig schlimm wirds doch erst in der aussereuropäischen Küche, speziell der asiatischen.
Bringt mich aber gerade auf eine Idee. Warum nicht auch verdorbene Lebensmittel fotografieren, verfault, verschimmelt und vertrocknet? Dafür gibts bestimmt auch einen Markt.
Wachteln sind wohl ohnehin nur Deko. Hab mal eine gegessen und dachte, ich esse Zahnstocher- fast nur Gerippe, kaum Fleisch an den lütten Dingern.
Was das Thema angeht, bin ich recht schmerzfrei. Als Hobbykoch probiere ich immer mal wieder das eine oder andere aus. Und dass ich mich vor Lebensmitteln aus unseren Breiten ekeln würde, kann ich nicht sagen. Was ich esse, fasse ich auch in der Regel an. Und ich teste auch (fast) alles. Ich habe mir bei einem Frankreich-Urlaub mal direkt vom Fischkutter Austern gekauft - die waren sogar bezahlbar. Geschmeckt haben die... naja, man kann eigentlich auch ein rohes Eiweiss runterwürgen. Ich würde es nicht wieder essen.
Voe einiger Zeit war ich dann selbst mit dem Kutter draussen auf der Nordsee um Makrelen und Dorsch zu fangen. Ich hatte noch nie vorher einen Fisch getötet, aber an Bord denkst Du da nicht lange drüber - auch nicht beim Ausnehmen auf der Rückfahrt. Und die haben geräuchert phantatsisch geschmeckt.
Nur mit einigen Teilen der asiatischen Küche kann ich mich nicht anfreunden. Hähnchenbeine, Augen, usw. - da muss man wohl für geboren sein.
War bei einem Verkehrsunfall und musste dort Bilder machen. Auf der Straße waren diverse "Gegenstände" gelb eingekreist und beschriftet:
"Lampe", "Blinker", "Schuh", "Fleisch"....
Da wird einem im ersten Moment ganz flau. Und wenn der Feuerwehrmann dann noch darauf hinweist, dass man noch einen Schuh der verunglückten Person sucht, "...aber lassen Sie den liegen, wenn Sie ihn finden. Da könnte noch was drin stecken.", dann hofft man doch, den Schuh nicht zu finden.
es ist merkwürdig, obwohl ich diese mini-kraken auf der pizza marinara nur dann gerne esse, wenn sie anonym mit käse zugedeckt sind (sie schmecken sehr gut, aber ich mag sie nicht sehen dabei, diese mini krankenbeinchen mit mini-saugnäpfen - igitt!), habe ich beim fotografieren keinerlei probleme damit. wogegen ich viel food, wenn es real so aussehen würde, wie wir es heute fotografieren, nicht essen würde. z.b. diese quietschbunten obstsalate, die aussehen, als kämen sie aus einer chemischen fabrik, aber der markt will es halt so.
irgendwie reduziere ich meinen eindruck bei der arbeit schlicht und einfach auf form farbe etc. wahrscheinlich weil ich früher auch pressefotos und werbefotos u.a. für medizinisches gerät gemacht habe. am anfang grauste mich es noch bei den aufnahmen, irgendwelche ersatzteile für den menschlichen körper. irgendwann war das vorbei und meine einzige regung war "künstliches hüftgelenk, v2a-stahl, leider nicht matt, verdammte reflexionen, lichtzelt aufhängen".
gegen berührungsekel hilft kinder aufziehen (windeln etc) oder freilaufende katzen in haus (halbe ratten etc), irgendwann wird alles alltäglich und gummihandschuhe sind nur noch als schutz vor infektionen nötig (z.b. halbe ratten entsorgen)