Demnächst Flickr

Diskutiere Demnächst Flickr im Macro-/Mid-Stock Agenturen Bereich; Guckst Du hier: Wer sich zur Zusammenarbeit mit Getty entschließt, bindet sich mit den entsprechenden Fotos für zwei Jahre an die Vermarktung durch die Agentur. ...


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  1. Demnächst Flickr #21

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    Guckst Du hier:
    Wer sich zur Zusammenarbeit mit Getty entschließt, bindet sich mit den entsprechenden Fotos für zwei Jahre an die Vermarktung durch die Agentur. Getty Images bietet die Bilder zu seinen normalen Konditionen und nicht als so genannte Microstock-Fotos, für die nur sehr geringe Gebühren erhoben werden, an. Die Fotografen sollen angeblich bis zu 30 Prozent des Verkaufspreises erhalten.
    Quelle: http://www.netzwelt.de/news/79510-fl...ktet-auch.html

  2. Demnächst Flickr #22
    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Überhaupt nicht.

    Getty hat erkannt, daß es bei Flickr ein gewisses Potential gibt, das gut geeignet ist, den eigenen Bestand zu ergänzen. Und dieses Potential ist quantitativ groß genug, daß es sich lohnt, das mit einem gewissen Aufwand zu sichten und zu "beackern".
    Zwischen einem Haufen Müll findet man nicht nur dort erstaunlich gute Bilder. Man braucht dafür eben nur Leute, die fast nichts kosten.

    Ob Getty damit auf Dauer glücklich wird, sei mal dahingestellt.
    Warum nicht? Die wissen genau, was sie von diesen Fotografen erwarten können: die Bilder dieses Portfolios und vielleicht ab und zu mal noch ein Bild dieser Qualität dazu. Kommt nichts nach, dann ist es auch gut.

    Ich habe schon vor 4 Jahren sagt: in der Fotocommunity gibt es ohne jeden Zweifel eine ganze Menge Fotos und auch eine Reihe von Fotografen, die im Prinzip Fotoagenturen mit Handkuss nehmen würden.
    Die fc ist längst der Lieblingssteinbruch für Bildverwender aller Arten. Man druckt das Bild, was man dort gefunden hat, erst mal ab und fragt den Fotografen hernach um die Erlaubnis. Und wenn er "Nein" sagt, kriegt er eben kein Honorar.

    Der Knackpunkt - und das meine ich auch in Bezug auf Getty+Flickr - liegt aber woanders:

    Die Qualität der Fotos, die fotografische Leistung macht maximal 50 Prozent von dem aus, was ein Berufsfotograf bieten muß - und ein Agenturfotograf auch.

    Genauso wichtig sind andere Kompetenzen, u.a. in der Zusammenarbeit. Das Mitdenken, das Zuarbeiten, die Verlässlichkeit... etc.pp. usw. usf. Oft genug thematisiert.
    Ja und nein, das kommt auf die Situation der jeweiligen Agentur an. Wer wirklich will, schafft es auch, mit Amateuren etwas auf die Beine zu stellen. Die haben u. a. den Vorteil, daß sie von etwas anderem leben als Photographie und nicht vom ersten Tag an scharf auf Uhr und Kontoauszug gucken müssen.

    Im übrigen gibt es überall und in jedem Berufsstand solche und solche Leute, so eben auch Berufsfotografen, mit denen man nicht unbedingt zusammenarbeiten muß.

    Aber 90 Prozent der FC-User, der Flickr-User - die sind dafür nicht geeignet. Nicht weil ihre Fotos nichts taugen würden, sondern weil andere, unerläßliche Qualitäten fehlen. (Angefangen von der nötigen Robustheit - ein Profi-Fotograf, der so schmollt wie der durchschnittliche FC-User, wenn seine Fotos mal zerrissen werden... der hat keine Überlebenschance als Profi...)
    Der Profifotograf (bzw. einer, der seine Zeit mit Fotografie verbringt) hat anderes zu tun, als sich in der fc auszuheulen. Mußt die Leute nur beschäftigen, dann hört das auch auf.

    Mit Amateuren zusammenzuarbeiten, wo professionell gearbeitet wird, ist nur selten ein Vergnügen, oft dagegen kann es ziemlich lästig sein - genau deshalb macht man es ja auch nicht, bzw. auf manchen Gebieten nur ungern.
    Das Böse ist immer und überall - Kunden, Chefs, Kollegen, Lieferanten, Vermieter - es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht. Wer das nicht kann, sollte sich heutzutage besser pensionieren lassen und nach Lateinamerika auswandern.

    Peter

  3. Demnächst Flickr #23
    Zitat Zitat von Peter I. Beitrag anzeigen
    Ob Getty damit auf Dauer glücklich wird, sei mal dahingestellt.

    Warum nicht? Die wissen genau, was sie von diesen Fotografen erwarten können: die Bilder dieses Portfolios und vielleicht ab und zu mal noch ein Bild dieser Qualität dazu. Kommt nichts nach, dann ist es auch gut.
    Genau das ist ein Knackpunkt für jede Agentur, die nicht "Micro-Stock" macht: Fotografen müssen längerfristig einen gewissen Mindestumsatz machen, sonst lohnt die Zusammenarbeit nicht. Und zur Zusammenarbeit mit Fotografen gehört wesentlich mehr als nur das Anliefern von Bildern. Verlässlichkeit, Seriosität, korrekte Informationen zu den Fotos, etc.pp.

    Für Profis sehr schnell ganz normale professionelle Tugenden - mit Amateuren gibt's da gern immer wieder mal Stress.

    Die fc ist längst der Lieblingssteinbruch für Bildverwender aller Arten. Man druckt das Bild, was man dort gefunden hat, erst mal ab und fragt den Fotografen hernach um die Erlaubnis. Und wenn er "Nein" sagt, kriegt er eben kein Honorar.
    Und klagt es ein.

    Ja und nein, das kommt auf die Situation der jeweiligen Agentur an. Wer wirklich will, schafft es auch, mit Amateuren etwas auf die Beine zu stellen. Die haben u. a. den Vorteil, daß sie von etwas anderem leben als Photographie und nicht vom ersten Tag an scharf auf Uhr und Kontoauszug gucken müssen.
    Man wird keine Macro-Stock-Agentur erfolgreich nur mit Amateuren betreiben können. Das ist eine Illusion.

    Im übrigen gibt es überall und in jedem Berufsstand solche und solche Leute, so eben auch Berufsfotografen, mit denen man nicht unbedingt zusammenarbeiten muß.
    Logisch.

  4. Demnächst Flickr #24
    @ Tom:

    Bei jemandem, der sich bei einer Agentur meldet und darum nachsucht, Bilder zur Vermarktung anliefern zu dürfen, kann die Agentur die Bedingungen diktieren.

    Der Fall liegt aber hier etwas anders: Getty durchforstet Portale, in die Leute aus Spaß an der Freude eingestellt haben. Und fragt dort die Urheber, ob sie konkrete Bilder von ihnen vermarkten dürfen. Ich verstehe nicht ganz, wie eine positive Antwort des Fotografen diesen in den Augen der nachfragenden Agentur über das konkrete Geschäft (Vermarktung eines Bildes) hinaus noch zu etwas verpflichten könnte. Das das so ist, sollte ihr klar sein, bevor sie in solchen Quellen anfängt herumzuwühlen.

    Zum Thema fc:
    "... und klagt es ein ..." -
    viele jammern nur, suchen moralischen Beistand oder andere Leute, die ihnen ihre Probleme lösen, ohne daß sie das Zeit und Geld kostet bzw. ihnen Arbeit verursacht. Im besten Falle lesen sie vielleicht noch die Antworten, die auf die Beiträge eingehen - die Regel ist das aber nicht. Da das die Bildnutzer (darunter auch immer mal wieder Verlage und Redaktionen mit Sitz in Deutschland) aus den Foren wissen, ist die fc seit Jahren so attraktiv für sie.

    Peter

  5. Demnächst Flickr #25
    Zitat Zitat von Peter I. Beitrag anzeigen
    @ Tom:

    Bei jemandem, der sich bei einer Agentur meldet und darum nachsucht, Bilder zur Vermarktung anliefern zu dürfen, kann die Agentur die Bedingungen diktieren.
    Auch nur in Grenzen - wenn die Bedingungen dem Fotografen nicht gefallen, wird er die Agentur nicht beliefern. Und man sollte sich nicht einbilden, daß im Macro-Stock-Bereich oder bei "klassischen Agenturen" abseits von Micro-Stock Fotografen einfach austauschbar sind.

    Der Fall liegt aber hier etwas anders: Getty durchforstet Portale, in die Leute aus Spaß an der Freude eingestellt haben. Und fragt dort die Urheber, ob sie konkrete Bilder von ihnen vermarkten dürfen.
    Ja. Und das macht Arbeit. Richtig viel Arbeit. Und muß sich irgendwann lohnen.

    Ich verstehe nicht ganz, wie eine positive Antwort des Fotografen diesen in den Augen der nachfragenden Agentur über das konkrete Geschäft (Vermarktung eines Bildes) hinaus noch zu etwas verpflichten könnte.
    Von Verpflichten hat keiner was gesagt - nur: es lohnt sich für keine Agentur der Welt, einen Redakteur einen Tag lang damit zu beschäftigen, von einem FC-Fotografen 5 gute Fotos zu finden und dann in einem langen Mail-Wechsel den Fotograf dazu zu bringen, einen Agenturvertrag zu unterschreiben, diesen auch zu verstehen und diese Fotos dann eben nicht auch noch bei Fotolia einzustellen oder eingestellt zu haben ("Ach... ach so... da habe ich gar nicht mehr dran gedacht. Ja, bei Fotolia steht das Bild auch. Und bei Pitopia. Und bei Imagepoint. Ja... ja, stimmt, ich hab Getty die exklusiven Vertriebsrechte dazu gegeben. Ja... ist das jetzt schlimm? "), den Fotografen bürokratisch-buchhalterisch zu verwalten usw. usf.

    Zum Thema fc:
    "... und klagt es ein ..." -
    viele jammern nur, suchen moralischen Beistand oder andere Leute, die ihnen ihre Probleme lösen, ohne daß sie das Zeit und Geld kostet bzw. ihnen Arbeit verursacht. Im besten Falle lesen sie vielleicht noch die Antworten, die auf die Beiträge eingehen - die Regel ist das aber nicht. Da das die Bildnutzer (darunter auch immer mal wieder Verlage und Redaktionen mit Sitz in Deutschland) aus den Foren wissen, ist die fc seit Jahren so attraktiv für sie.
    Mag sein.

    Irgendwann aber mal knallt's im Karton, und dank Murphy's Law ist das dann grundsätzlich immer dann der Fall, wenn irgendein Dödel ein FC-Foto "geklaut" und für was richtig teures verwendet hat, und dann plötzlich dank einer anwaltlichen Abmahnung das ganze Sonderheft eingestampft bzw. geschwärzt werden muß...

    Was meinst Du, was ich einem Verlag für Ärger bereiten kann, der dummerweise ein Foto von mir ohne Lizenz als Umschlagfoto eines Taschenbuchs mit 10.000 Stück Auflage verwendet hat...

    Da stellt sich nämlich nicht mehr die Frage: "MfM-Liste oder was? Krieg ich 100 Euro oder 250 Euro dafür?"

    Da stellt sich dann die Frage: "Sehr geehrter Herr Buchverlag! Gegen Zahlung eines angemessenen Honorars wäre ich eventuell bereit, die einstweilige Verfügung gegen den Vertrieb ihres Taschenbuchs "Ratgeber: selber atmen in der Toskana" von Cordula Strunz-Wasserbein-Strohkopf zurückzuziehen. Als Bildautor finde ich es inakzeptabel, mit solchen esoterischen Ratgebern in Verbindung gebracht zu werden, Sie werden daher sicher nachvollziehen können, daß ich auf einer angemessenen Honorarzahlung als 'Schmerzensgeld' bestehen muß."

    Und das Honorar, mit dem der Verlag es vermeidet, da mal eben 25.000 oder 30.000 Euro in den Sand gesetzt zu haben, das wird dann "angemessen 4-stellig" sein. Weil ich als Urheber nämlich nicht nur einen Rechtsanspruch auf ein "angemessenes Entgelt" habe, das sich am "Marktüblichen" orientiert, sondern auch noch den eklig langen Hebel, die unerlaubte Verwendung meines Bildes schlicht verbieten lassen zu können. Dieses Buch geht dann, mit viel Glück, für den Verlag abzüglich meiner Forderungen und der Anwalts- und Gerichtskosten plus-minus-Null in die Jahresbilanz ein.

    Und wer - als Verlag, als Agentur - das mal erlebt hat, der wird vorsichtig sowohl mit "Bilderklau" als auch mit der Zusammenarbeit mit "dubiosen Quellen".

    Weil nämlich der selbe Verlagsmanager, der einem vorher im Nacken saß - "Geht das nicht auch billiger???" - jetzt plötzlich sagt: "Das wahr ja wohl völlig verantwortungslos! Wie konnten Sie denn sowas machen??"

  6. Demnächst Flickr #26
    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Auch nur in Grenzen - wenn die Bedingungen dem Fotografen nicht gefallen, wird er die Agentur nicht beliefern."
    Soweit man das nach 45 Tagen Erfahrungen sagen kann, lohnt es sich. Ohne jede Arbeit (Auswahl und Verschlagwortung durch Getty) liegt man zumindest auf Shutterstock-Niveau (mit 20-fach höherem Bilderbestand).

    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Ja. Und das macht Arbeit. Richtig viel Arbeit. Und muß sich irgendwann lohnen.
    Neuerdings kann man selbst die Bilder aussuchen und an Getty melden (zunächst mal 5 pro User)

    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Von Verpflichten hat keiner was gesagt - nur: es lohnt sich für keine Agentur der Welt, einen Redakteur einen Tag lang damit zu beschäftigen, von einem FC-Fotografen 5 gute Fotos zu finden und dann in einem langen Mail-Wechsel den Fotograf dazu zu bringen, einen Agenturvertrag zu unterschreiben, diesen auch zu verstehen und diese Fotos dann eben nicht auch noch bei Fotolia einzustellen oder eingestellt zu haben "
    Nun ja, die wenigsten von den ausgewählten Flickr-Usern die ich bisher gesehen habe sind wirklich unbeleckt beim Verkauf von Bildern. Anscheinend sind auch relativ viele mit einem Bildbestand >1000 Fotos ausgesucht worden. Eine gewisse Kontinuität kann man ja schließlich auch aus den Uploads bei Flickr erkennen.

  7. Demnächst Flickr #27
    Zitat Zitat von ulmu Beitrag anzeigen



    Neuerdings kann man selbst die Bilder aussuchen und an Getty melden (zunächst mal 5 pro User)


    wie geht das? Link? Danke!

  8. Demnächst Flickr #28
    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    ...
    Ja. Und das macht Arbeit. Richtig viel Arbeit. Und muß sich irgendwann lohnen.
    ...
    Ja, und? Wurde Getty von jemandem beauftragt, der hernach die Rechnung schuldig blieb oder sind die nicht vielmehr aus eigenem Antrieb auf diese Schiene gefahren?
    Die Leute sind ja nicht blöd, also haben sie gewußt, auf was sie sich da einlassen. Insofern muß sich keiner darüber Gedanken machen oder gar Mitleid empfinden, weil das Brot, welches Getty sich da gegriffen hat, hart ist - sie hatten ja jede Freiheit, es einfach liegen zu lassen.

    Peter

  9. Demnächst Flickr #29
    Zitat Zitat von ulmu Beitrag anzeigen
    Soweit man das nach 45 Tagen Erfahrungen sagen kann, lohnt es sich. Ohne jede Arbeit (Auswahl und Verschlagwortung durch Getty) liegt man zumindest auf Shutterstock-Niveau (mit 20-fach höherem Bilderbestand).
    Professionelle Verschlagwortung der eigenen Bilder ist ja nicht das Schlechteste, was einem passieren kann.

    Nun ja, die wenigsten von den ausgewählten Flickr-Usern die ich bisher gesehen habe, sind wirklich unbeleckt beim Verkauf von Bildern.
    Hm, weiß nicht - eine Ware, für die ich Geld haben will, würde ich nicht nachts unbeaufsichtigt auf der Straße stehen lassen.

    Anscheinend sind auch relativ viele mit einem Bildbestand >1000 Fotos ausgesucht worden. Eine gewisse Kontinuität kann man ja schließlich auch aus den Uploads bei Flickr erkennen.
    Gut, wenn man sich die Mitglieder mit einem Mindestbildbestand herausfiltert, erwischt man zum einen diejenigen, die ein Minimum an Übung mit der Kamera haben und zum anderen Leute, von denen man eine gewisse Kontinuität erwarten kann. Der Bestand ließ sich sicherlich auch dahingehend filtern, daß die letzten uploads nicht allzu lange zurückliegen.

    Peter

  10. Demnächst Flickr #30
    Zitat Zitat von ulla Beitrag anzeigen
    wie geht das? Link? Danke!
    Infos gibt es im Flickr Getty Forum: http://www.flickr.com/groups/gettyim...4671539/page2/

    Das gilt natürlich nur für bereits ausgewählte Fotografen!

  11. Demnächst Flickr #31
    Zitat Zitat von ulmu Beitrag anzeigen
    Zitat von TomRohwer
    Ja. Und das macht Arbeit. Richtig viel Arbeit. Und muß sich irgendwann lohnen.


    Neuerdings kann man selbst die Bilder aussuchen und an Getty melden (zunächst mal 5 pro User)
    Das macht ebenfalls richtig Arbeit, dann von jedem Flickr-User, der 5 Bilder meldet, sich diese anzuschauen und zu beurteilen.

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