Redaktionelle Bilder

Diskutiere Redaktionelle Bilder im pitopia Bereich; Ja, die Feuerwehrbilder habe ich auch gesehen- ich komme nur nicht aus dem Augenaufreissen raus. Am Anfang habe ich ja auch alles Mögliche begeistert geknipst ...


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  1. Redaktionelle Bilder #21

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    Ja, die Feuerwehrbilder habe ich auch gesehen- ich komme nur nicht aus dem Augenaufreissen raus. Am Anfang habe ich ja auch alles Mögliche begeistert geknipst und hochgeladen. Als dann die "Standardwarnung" kam, habe ich gestutzt, überlegt, und dann reihenweise angeschrieben. Dann habe ich mich erstmal auf den Hintern gesetzt ().
    Wenn solche Bilder nicht nur angenomen, sondern auch noch prämiert werden, halte ich das für sehr brisant. Leider gibts bei Pitopia keine Möglichkeit, untereinander Kontakt auf zu nehmen, so daß man direkt warnen kann.
    So mache ich halt hier erstmal etwas Rabatz in der Hoffnung, daß Herr Hubschneider nicht nur mitliest, sondern hoffentlich die Zielrichtung etwas ändert. Mir dreht sich echt der Magen um, wenn ich das seitenweise sehen muß.

    Lieben Gruß Renate

  2. Redaktionelle Bilder #22
    HerrFreak
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    Ja, die Feuerwehrbilder habe ich auch gesehen- ich komme nur nicht aus dem Augenaufreissen raus. Am Anfang habe ich ja auch alles Mögliche begeistert geknipst und hochgeladen. Als dann die "Standardwarnung" kam, habe ich gestutzt, überlegt, und dann reihenweise angeschrieben. Dann habe ich mich erstmal auf den Hintern gesetzt ().
    Ich muss aber erstmal sagen, dass es mir "sonst so" bei Pitopia nicht schlecht gefällt. Allerdings könnte der eine oder andere Selektor bei dem zweigeteilten Freischaltungsvorgang doch nochmal einen abschließenden Blick auf den Inhalt werfen, wenn die Keywords überprüft werden. Falls schon beim ersten Freigeben was durchgerutscht ist, meine ich.

    Allerdings würde ich mir nicht soviel Action machen, wie Du es gerade tust. Ist zwar menschlich gesehen ne super Eigenschaft von Dir, doch letztlich gibt Dir keiner was dafür, dass Du andere auf riskante Inhalte hinweist, um sie vor Schaden zu bewahren.

    Letztendlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, was er veröffentlicht. Was hinterher rauskommt und wer gewinnt, wenn sich Agenturen und Fotografen im Falle eines Falles die Schuld zuweisen, mag man nicht so einfach beurteilen. Die Augen und den Verstand nicht nur beim Auslösen sondern auch beim Hochladen offen zu halten, kann doch nicht so schwer sein.... also sag ich, zumindest bei Wiederholungsfällen: Selber schuld!

    In diesem Sinne... verwende Deine Zeit lieber für neue Fotos. Die sind nämlich toll (Deine HP zeigt ne schöne Auswahl - auch, wenn ich froh bin, seit ein paar Jahren nicht mehr in HH zu wohnen, lach).

    LG,
    Heiko

  3. Redaktionelle Bilder #23
    @Heiko
    Grundsätzlich hast du ja Recht. Ich lasse das meistens vorbei ziehen. Aber so alle halbe Jahr kochts dann bei mir hoch, wenn das Maß mal wieder voll ist.
    Tja, neue Fotos müssen erstmal warten, weil son Schietwetter ist. Bin gerade dabei, Hunderte von Bildern gründlich zu verschlagworten und auf Rechtschreibfehler (!) zu überprüfen. Zwischendurch klicke ich mich dann zur Abwechslung durch die BAs oder das Forum.
    Tja, da hab ich nun ein neues Supertoll-Objektiv und kann es nicht nutzen....
    Mit anderen kann ich mich auch nicht mehr kloppen- da kommt mal schon auf solche Gedanken.

    Lieben Gruß Renate

  4. Redaktionelle Bilder #24
    HerrFreak
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    Tja, da hab ich nun ein neues Supertoll-Objektiv und kann es nicht nutzen....
    Mit anderen kann ich mich auch nicht mehr kloppen- da kommt mal schon auf solche Gedanken.
    Okay, wenn Dir das hilft, unverbrauchte Energie abzuleiten...

    Tja, ich hab ja nix gegen schlechtes Wetter, da könnt ich mal schön mit meinen frisch aufgetauten S/W-Filmen verknipseln gehen... aber heute... da müsste ich mir ja beinahe nen Unterwassergehäuse zulegen. Außerdem ist mir der sonst interessant Wolkenhimmel zu glatt.... grummel.

    Also halte ich es mal ähnlich wie Du.... a bisserl verschlagworten und dann werd ich den nächsten Stapel Negative scannen. Genug rumliegen hab ich ja - nur keine Lust. :-)

    Gruß von "Binnenland & Waterkannt",
    TauchFreak

  5. Redaktionelle Bilder #25
    Hallo zusammen,

    wir lesen hier gerne mit, und sind etwas erstaunt, aufgrund der vielen Rückmeldungen durch Fotografen im Forum, wogegen bei uns als Agentur fast nichts ankommt.

    Wir nehmen Urheberrechtsschutz durchaus ernst, letztlich hilft es allerding nix, der Fotograf ist für die eingestellten Bilder selbst verantwortlich, zum einen gibt es Grauzonen, zum anderen können wir auch nicht alles erkennen (z. B. von wo ist das Bild aufgenommen).

    Wenn es eindeutliges gibt, wie das Eurogate Bild korrigieren wir das gerne bitte gebt uns einfach kurz Bescheid wenn ihr was entdeckt, was aus eurer Sicht eindeutig kritisch ist.

    Ich finde es an der Stelle übrigens gut, wenn man sich gegenseitig auch diesbezüglich hilft,
    und warnt, auch wenn man z. B. unerlaubte Bildverwendungen irgendwo entdeckt,
    ist das die große Stärke einer Community.

    Viele Grüße
    Michael Hubschneider
    GF Pitopia

  6. Redaktionelle Bilder #26
    Vielen Dank für die Rückmeldung!

    Das Thema ist übrigends noch sehr viel brisanter, wie ich in den letzten Tagen herausgefunden habe. Letzte Woche hab ich ausgiebig im Hamburger Hafen fotografiert, immer auf öffentlichem Gelände, das dort spärlich genug ist.
    Gestern habe ich durch einen Zaun hindurch einen Kran und ein paar bunte Container fotografiert. Sofort kam ein Wachmann vorbei geschossen, um mir auch das zu verbieten.
    Grund ist der sog. ISPS-Code, der nach den Terroranschlägen in New York weltweit eingeführt wurde und der allgemeinen Hafensicherheit dient. Seitdem sind die Werksgelände hermetisch abgeriegelt und mit Sicherheitsposten versehen. Da viele Firmen zumindest amerikanische Mitinvestoren haben, verstehen die auch keinen Spaß.
    Aus diesem Grunde ist es verdammt ratsam, entweder alle Firmenlogos und -Namen weg zu stempeln oder solche Bilder ausdrücklich redaktionell ein zu stellen. Da inzwischen überall deutliche Hinweise auf Privatgelände angebracht wurden, kann man sich auch einigermaßen gut orientieren und daran halten. Unbedarfte Schnappschüsse können allerdings auch böse enden.

    Lieben Gruß Renate

  7. Redaktionelle Bilder #27
    Nachtrag:
    Seit geraumer Zeit habe ich mir angewöhnt, sämtliche Beschriftungen auf meinen Bildern zu googeln. So weiß ich innerhalb von 1-2 Minuten, ob es sich dabei um Firmennamen handelt.
    Bei Eurogate bin ich selbst vom Hocker gefallen, weil ich das bis zuletzt für eine Ortsbezeichnung gehalten habe. Allerdings gibt auch ein Logo schon einen ersten Hinweis darauf.
    Keiner kann alles wissen- aber man kann sich schnell und problemlos informieren und vergewissern. Das fällt ganz banal unter die Sorgfaltspflicht und da kann sich kein Fotograf mit Unwissenheit heraus reden.
    Ähnlich vorsichtig bin ich auch mit Schiffsnamen, was in die gleiche Kategorie fällt. Ich werde jetzt erstmal Infos zu diesem ISPS-Code lesen um fest zu stellen, ob es da Bestimmungen gibt, die die generelle Panoramafreiheit einschränken. Wenn ich dazu etwas finde, gibts einen eigenen Thread dazu.

    Lieben Gruß Renate

  8. Redaktionelle Bilder #28
    Zitat Zitat von mg99 Beitrag anzeigen
    Ich weiss zwar nicht, was Renate hier mit "redaktionellen Bildern" meint, aber: Redaktionelles Material muß nicht gleichbedeutend mit "aktuelles Material" sein. Es gibt sehr viele relativ zeitlose Bilder, die halt wg. fehlendem Release usw. nur redaktionell genutzt werden können.
    So ist es.

  9. Redaktionelle Bilder #29
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,

    erstmal Danke für die Antwort. Manchmal zweifle ich wirklich an meinem eigenen Verstand, wenn ich solche Dinge sehe.
    Mir selbst ist das Hemd halt näher als die Hose. Mag sein, daß ich übervorsichtig bin, aber ich hab nicht die geringste Lust, mir auch nur den Hauch von Ärger ein zu fangen, wenn es sich denn vermeiden läßt.
    Du musst bei diesem Thema immer sauber unterscheiden zwischen der Rechtslage, wie sie tatsaechlich ist, und der Handhabung durch die einzelnen Micro-Stock-Agenturen...
    Es wurde hier im Forum ja neulich schon mal ein erfrischend klares Wort von einem auf dieses Gebiet spezialisierten Rechtsanwalt gesagt... (Ich erinnere an das schoene Wort "Gartenzwergagenturen"...)

    Über Markenartikel wie Computermäuse und Autos ist in diesem Zusammenhang ja viel beschrieben worden. Wie aber steht Pitopia dazu? Ist es der Redaktion letztlich egal, weil sie bei jedem Bild nochmal darauf hinweist, daß der Autor selbst für alle rechtlichen Probleme verantwortlich ist? Kann man es sich als Agentur wirklich so einfach machen?
    Das ist doch das Bier von Pitopia - es ist ja auch die Agentur dran, wenn es tatsaechlich mal Aerger geben sollte...

    Bei allem Wohlwollen gegenüber dieser Agentur ist das ein Punkt, der mir immer wieder (unangenehm) auffällt, weil vergleichbare Agenturen diesen Aspekt konsequent anders handhaben, manchmal schon übergenau, aber letztlich immer zum Wohle der Autoren selbst. Keine Agentur, die ich kenne, läßt es zu, daß es auch nur einen Hauch von Ärger mit Kunden geben könnte.
    Ich arbeite nur mit Bildagenturen zusammen, die ihrerseits ausschliesslich mit erwachsenen Kunden zusammenarbeiten.

    Eine Bildagentur kann und muss ihre Kunden sauber, korrekt und umfassend ueber die jeweilige Rechtelage an einem Bild informieren.

    Sie muss also z.B. sagen: "Kein Modelrelease vorhanden!" Oder: "Kein Propertyrelease vorhanden!" Oder: "Modelrelease mit folgenden Einschraenkungen - erstens, zweitens, drittens..."

    Der Rest ist ausschliesslich Angelegenheit des Kunden. Punkt. Ende. Aus.

    Denn nur der Kunde kennt die genauen Umstaende und "Parameter" seiner Verwendung, nur der Kunde weiss, in welchem Land/Rechtsgebiet er ein Bild wie nutzen will. (Manches, das nach deutschem Recht voellig problemlos machbar ist, sollte ein Bildverwender in Timbuktu oder Toledo/Ohio tunlichst lieber unterlassen. Und umgekehrt...)

    Dieses ganze Gehuehner mit den Freigaben ist echt die Gefluegelpest der Micro-Stock-Agenturen, das habe ich in dieser absurden Form anderswo in 30 Jahren beruflicher Taetigkeit in der Medienbranche nirgendwo auch nur ansatzweise so erlebt.

  10. Redaktionelle Bilder #30
    Zitat Zitat von Fotofreak22 Beitrag anzeigen
    Also das ist meines Erachtens einfach. Firmennamen sind meistens geschützt (Copyright). Wer weiss für was ein Foto verwendet wird. Daher ist es sicher besser ein Bild auf dem Firmennamen und/oder Logos abgebildet sind unter redaktionell einzustufen. Wer weiss was sonst passieren kann, wenn irgend ein geldgieriger Anwalt sein Einkommen verbessern will. Sicher ist sicher sage ich immer. ;-)
    Firmennamen haben ueberhaupt nix mit "copyright" zu tun...

    Firmennamen koennen hoechstens markenrechtlich relevant sein - falls Du (oder der Kunde) also einen Containerhafen betreiben moechte, dann koennte die Verwendung eines solchen Fotos unter Umstaenden Probleme aufwerfen.

    Anderenfalls kaum...

  11. Redaktionelle Bilder #31
    @Tom:
    Mir ist ja klar, daß du alles von einer höheren Warte siehst, nur hilft das in diesem Falle nicht wirklich weiter. Du selbst hast in einem anderen Thread postuliert, daß der Fotograf für die präzise Deklaration der Rechte verantwortlich ist. Insofern wundert es mich schon, daß du jetzt wieder die Veranwortung auf den Kunden überträgst.
    Es ist in diesem Zusammenhang völlig belanglos, wie andere Agenturen und Fotografen das handhaben
    Wenn eine Agentur ihren Kunden versichert, daß Bilder frei von Rechten Dritter sind, dann hat das auch so zu sein. Punktum. Und wenn Fotografen AGBs unterschreiben, in denen genau dies von ihnen gefordert wird, dann hat das ebenfalls so zu sein. Punktum.
    Dabei geht es jetzt nicht um die allgemeine Rechtslage, die eine andere sein mag, sondern genau um die Konditionen einer speziellen Agentur. Und wer mit ihr zusammenarbeitet, sollte sich auch tunlichst daran halten. Oder die Agentur wechseln.
    Ich bins aber leid, von dir jeweils eine bestimmte Position und bei Bedarf und nach Belieben das genaue Gegenteil zu lesen. Wenn ich deine Beiträge ernst nehmen soll, dann entscheide dich bitte für eine Position, an die ich mich halten kann.

    Lieben Gruß Renate

  12. Redaktionelle Bilder #32
    So, nun ein paar weitere Infos:
    Das ISPS hat weitreichende Folgen für die Hafenanlagen. So müssen die ansäässigen Firmen weitreichende Sicherheitsauflagen erfüllen bzw. eigene Pläne erarbeiten. Als dessen Folge sind die eigentlichen Terminals hermetisch abgeriegelt.
    Erfüllen die Firmen (und Schiffseigner!) die Sicherheitsauflagen, erhalten sie ein Zertifikat. Andernfalls dürfen sie die bekannten Häfen und insbesondere die USA nicht mehr anlaufen etc. Hamburg hat daraufhin ein sog. Hafensicherheitsgesetz erlassen, in dem die amerikanischen Vorlagen als deutsches Gesetz festgeschrieben und von anderen deutschen Häfen auch übernommen wurden.
    Das hat bereits dazu geführt, daß Fotografen daran gehindert wurden, ein Schiff zu fotografieren. Ich habe aber bislang keinen Hinweis darauf gefunden, daß die bekannten Bildrechte /Panoramafeiheit davon betroffen sind.
    Trotzdem empfehle ich, sehr genau auf die entsprechenden Bildrechte zu achten. Kulanz ist seitens der Firmen auf keinen Fall zu erwarten, da für sie zu viel auf dem Spiel steht (Zertifikatsverlust!). Andererseits gibts es meines Wissens bislang keinen Grund, auf Aufnahmen im Rahmen der Panoramafreiheit zu verzichten. Privatgelände ist eindeutig erkennbar und durch Zäune und Wachposten entsprechend gesichert (Hochsicherheitszone!!).
    Vielleicht hilft das ja auch den Gartenzwergfans, sich mit der realen Situation zu beschäftigen.

    Lieben Gruß Renate

  13. Redaktionelle Bilder #33
    Zitat Zitat von Michael Hubschneider Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    ...
    Wir nehmen Urheberrechtsschutz durchaus ernst, letztlich hilft es allerding nix, der Fotograf ist für die eingestellten Bilder selbst verantwortlich,
    ...
    Wenn es Eindeutliges gibt, wie das Eurogate Bild korrigieren wir das gerne bitte gebt uns einfach kurz Bescheid wenn ihr was entdeckt, was aus eurer Sicht eindeutig kritisch ist.
    ...
    Viele Grüße
    Michael Hubschneider
    GF Pitopia
    Sehr geehrter Herr Hubschneider,

    die Probleme, die der Heise-Verlag mit seinen Foren hatte, dürften sich mittlerweile in der Branche herumgesprochen haben. Zwar sind die nicht direkt vergleichbar, man kann aber doch Schlußfolgerungen daraus ziehen. So war Heise mit dem Argument, dort würden monatlich 200.000 Beiträge eingestellt und eine Revision jedes einzelnen Beitrages nicht möglich, bei Gericht nicht durchgekommen.
    Im Gegensatz dazu prüfen Sie jedes einzelne Bild mehrere Wochen (mitunter Monate) lang auf Fehlbelichtungen, Rauschverhalten, Stimmigkeit der Verschlagwortung mit dem Bildinhalt, bevor Sie es online stellen - da frage ich mich, wie man dabei nicht mitbekommen kann, was auf einem Bild zu sehen ist.

    Zudem möchte ich zu bedenken geben, daß heutzutage eine nicht zu unterschätzende Anzahl Bildanbieter unausgebildete Branchenfremde sind, die ihre Brötchen als Krankenschwester, Buchhalter oder Gärtner verdienen, Sie dagegen betreiben eine Bildagentur. Da hielte ich es für angezeigt, in die Prüfung auch eventuelle Rechtsverletzungen mit einzubeziehen, lange genug dauert sie ja. Und als betroffener Dritter, den Ihre AGB nichts angehen, würde ich mir denjenigen der Beteiligten vornehmen, in dessen Tasche ich am wenigsten wahrscheinlich ins Leere greife. Das wäre bestimmt nicht Lieschen Müller als Bildanbieterin ...

    Peter

  14. Redaktionelle Bilder #34
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    So, nun ein paar weitere Infos:
    ... Hamburg hat daraufhin ein sog. Hafensicherheitsgesetz erlassen, in dem die amerikanischen Vorlagen als deutsches Gesetz festgeschrieben und von anderen deutschen Häfen auch übernommen wurden.
    Das hat bereits dazu geführt, daß Fotografen daran gehindert wurden, ein Schiff zu fotografieren. Ich habe aber bislang keinen Hinweis darauf gefunden, daß die bekannten Bildrechte / Panoramafeiheit davon betroffen sind.
    ...
    Lieben Gruß Renate
    Hallo Renate,

    Danke für die Information. Da Du Dich in die Materie schon einmal eingelesen hast (verdammte Faulheit, ich weiß), eine Frage - aus Deiner Sicht:

    Ein Fotograf macht eine Hafenrundfahrt, wie sie für Touristen angeboten werden (oder wurden?) und kann sich mittels Presseausweis als Journalist legitimieren. Sind Fotos zur ausschließlich redaktionellen Verwendung, geschossen von dieser Barkasse aus, noch in Ordnung oder mittlerweile schon jenseits der roten Linie?

    Besten Dank,
    Peter

  15. Redaktionelle Bilder #35
    @Peter:
    Es gibt da erstmal null Problem, auch ohne Presseausweis. Redaktionell kannst du erstmal so gut wie alles einstellen aus rechtlicher Sicht. Kommerziell würde ich auf jeden Fall Logos und Firmennamen abstempeln.
    Manche Firmen haben aufgrund der Sicherheitslage schon vorgesorgt. Letzte Woche habe ich zufällig die Raffinerien von Shell und Texaco am Reiherstieg fotografiert. Das wusste ich aber nur über entsprechende Einträge im Stadtplan. Bis auf eine unscheinbare Kennzeichnung am Werkseingang haben die Firmen sämtliche Logos und Firmennamen entfernt bzw. unkenntlich gemacht, umn nicht auf dem Präsentierteller zu sitzen. Das ist schon sehr ungewöhnlich angesichts der sonstigen Werbestrategien.
    Es hat sich für Fotografen eigentlich nichts geändert:
    Aufnahmen nur von öffentlichen Grund, keine Firmennamen oder Logos. Geändert hat sich der staatliche Druck auf Firmen, die Kostten für den Sicherheitsaufwand etc. Jeder Hafenarbeiter wird aufwändig sicherheitsüberprüft, die Firmen müssen der Polizei jederzeit und uneingescheänkt Zugang gewähren etc., ansonsten verlieren sie ihr Zertifikat, der Hafen darf nicht mehr angelaufen werden etc.
    Da liegen einfach die Nerven blank und da ist auch nicht mit Kulanz zu rechnen bei Markenrechtsverletzungen.
    Mit dem Sicherheitsmann hatte ich noch ein nettes Gespräch. Als ich ihm klarmachen konnte, daß ich wirklich nur den Kran und die paar Container drum rum fotografieren wollte, hat er mir erlaubt, weitere Fotos zu machen, wozu ich aber keine Lust mehr hatte.
    Im Grunde ist es für Fotografen jetzt einfacher geworden, weil man nicht mehr auf Privatgelände/ Firmengelände kommt. Zäune, Absperrungen, Sicherheitsposten verhindern erstmal den Zugang. Davor riesige Schilder, daß der Parkplatz davor Privatgelände ist und Unbefugter Zutritt verboten. Wenn man die bisherigen Reglungen kennt und akzeptiert, kann man eigentlich gar nix falsch machen.
    Es gibt für Fotografen also keine neuen Regelungen. Es ist aber zu erwarten, daß (übliche) Bildrechtsverletzungen in Zukunft schärfer geahndet werden. Alle anderen Reaktionen entspringen der Unsicherheit und Angst des Sicherheitspersonals, aber nicht gesetzlichen Bestimmungen. Hier hilft schon ein offenes, freundliches Gespräch.

    Lieben Gruß Renate

  16. Redaktionelle Bilder #36
    Danke,
    Peter

  17. Redaktionelle Bilder #37
    Hallo Peter,

    hier nochmal ein Link zum Gesetzesblatt:
    http://www.luewu.de/2005/34.pdf
    Ansonsten kommt man kaum an Infos, weil überall Kennwörter oder Abos eingefordert werden. Ich versuch nochmal, die betreffende Stelle zu finden, die ich gelesen habe.
    Du kannst dir aber gut vorstellen, daß Häfen weltweit zum Hochsicherheitsbereich geworden sind seit diesen Bestimmungen. Das betrifft nicht nur den Hamburger Hafen, sondern auch Binnenhäfen z.B. am Rhein.
    Wie gesagt: einfach die geltenden Regeln beachten und gut is.

    Lieben Gruß Renate

    Und noch ein Link:
    http://www.abendblatt.de/daten/2007/...64555.html?s=1
    Ich schmeiß mal einfach rein, was zugänglich ist.
    http://www.maritime-trade-press.com/...thb05-2004.pdf
    http://www.ims-magazin.de/maerzapril08/hafenhh.html

  18. Redaktionelle Bilder #38
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,
    ...
    Du kannst dir aber gut vorstellen, daß Häfen weltweit zum Hochsicherheitsbereich geworden sind, seit diesen Bestimmungen. Das betrifft nicht nur den Hamburger Hafen, sondern auch Binnenhäfen z.B. am Rhein.
    Weil es auf einschlägige EU-Vorschriften Bezug nimmt, war es also weder vorauseilender Gehorsam, noch eine Marotte der Hamburger Bürgerschaft, ein solches Gesetz zu erlassen.

    Peter

  19. Redaktionelle Bilder #39
    Nein, das Ganze basiert auf Druck der USA. Die haben gedroht, daß andernfalls die Häfen nicht mehr angelaufen werden dürfen. Hamburg hat wohl als erstes deutsches Bundesland ein derartiges Gesetz erlassen, um die Sicherheitsbestimmungen durchsetzen zu können, mehrer andere Bundeländer sind dann diesem Gesetz gefolgt.
    Das ist natürlich keine Hamburger Marotte, sondern knallharter Druck der USA! Ein entsprechendes deutsches Gesetz ist allerdings erforderlich, um derartige Regelungen auch um zu setzen, zumal ganz klar von einer Einschränkung von Grundrechten die Rede ist.
    Bis dato waren die Hamburger Firmengelände frei zugänglich. Am Wochenende sind die Angler einfach durchgelatscht, um ans Wasser zu kommen, und keiner hat sich daran gestört. So wäre es normalerweise auch geblieben.
    Inzwischen haben die Firmen eine Heidenangst, gegen diese neuen Sicherheitsbedingungen zu verstossen. Wie immer haben sich bereits neue Beraterfirmen etabliert, um diesen Firmen bei der Umsetzung und Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu helfen, so daß ein neuer Industriezweig entstanden ist. Es sind neue Berufe entstanden wie der Portfacility Security Officer, der Hafensicherheitsbeauftragte, den jede Firma beschäftigen muß. Total irre, was da abgeht.
    Wesentlich bekannter sind derartige Maßmahmen beim Flugverkehr, zumal die Medien laufend über neue Vorschriften berichten. Auch das ist keine Marotte unserer Airlines, sondern knallharte Vorgaben aus den USA. Andernfalls gibts Zutrittsverbot!
    Die Hamburger werden aber gewiß nicht ihre Zustimmung verweigern und sich den Hafen boykottieren lassen! Dann könnten sie ihre Stadt ja gleich in der Elbe versenken, mal ganz salopp gesagt.
    Das Ganze hat mit EU-Vorschriften nur mittelbar zu tun. Allein ausschlaggebend sind die Vorgaben aus den USA, denen die westlichen Regierungen unmittelbar nach den Anschlägen Solidarität und Unterstützung zugesagt haben. Wir schützen dabei die Amerikaner und deren System, und erst in zweiter Linie unser eigenes Land. Das sind aussenpolitische Vorgaben, die eben lokal bis in die letzte Konsequenz durchgesetzt werden.
    Das Ganze hat für uns aber erstmal keine Bedeutung, so lange man sich an die bisher gültigen Regelungen hält. Ich weiß allerdings nicht, ob bei einem Verstoß gegen entsprechende Bildrechte in diesem Fall nicht noch ein Verstoß gegen die innere Sicherheit dazu kommt. Ich möchts auch nicht ausprobieren.

    Lieben Gruß Renate

  20. Redaktionelle Bilder #40
    Hallo Renate,

    beispielsweise:
    http://www.bremische-buergerschaft.d.../95/1921_1.pdf

    - Zustimmung der Bundesregierung und des Bundesrats zu den SOLAS-Änderungen (BGBl. II 2003, S. 2018) vom 22. Dezember 2003, in Kraft getreten am 31. Dezember 2003

    - Verordnung des Europäischen Parlamentes Nr. 725/2004 und des Rates ABl. EG L 129 S.6 vom 31.März 2004, in Kraft getreten am 19. Mai 2004

    Das Hamburger Gesetz stammt dagegen vom 06. Oktober 2005 und wurde am 14. Oktober 2005 im Gesetzblatt veröffentlicht.

    Es kann schon sein, daß die SOLAS-Änderungen von den Amerikanern initiiert wurden. Die Hafensicherheitsgesetze beziehen sich aber auf EU- und Bundesrecht, woraus man schließen muß, daß diese Regelungen nicht nur in Hamburg, sondern prinzipiell auch in jedem europäischen Hafen mit Auslandsverkehr gelten.

    Peter

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