Redaktionelle Bilder

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  1. Redaktionelle Bilder #41

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    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    Ich weiß allerdings nicht, ob bei einem Verstoß gegen entsprechende Bildrechte in diesem Fall nicht noch ein Verstoß gegen die innere Sicherheit dazu kommt. Ich möchts auch nicht ausprobieren.

    Lieben Gruß Renate
    Denkbar insofern, als ein Fotograf im konkreten Fall gegen die Regelungen verstoßen mußte, um ein Motiv überhaupt so fotografieren zu können und diesen Verstoß mit der Veröffentlichung des Bildes nachvollziehbar dokumentiert.
    Wie Du schon sagst, ist öffentlicher Gebiet im Hafengelände ein rares Gut und meine Frage, ob sich eine Hafenrundfahrtsbarkasse auf solchem bewegt bzw. überhaupt bewegen kann, so daß sich deren Passagiere auf die Panoramafreiheit berufen könnten, nicht wirklich von der Hand zu weisen.

    Die kommerzielle Verwendung der von ihr aus geschossenen Bilder würde m. E. immer noch ein Property-Release der Hafenbehörde (bzw. des an dem Kai tätigen Unternehmens) sowie der Reederei des jeweils fotografierten Schiffes voraussetzen, wobei ich es persönlich für sehr unwahrscheinlich halte, daß jemand diesen Aufwand für ein Foto betreibt, mit dem er dann eventuell 1,37 Euro pro Verkauf (in Webauflösung) erzielt.

    Peter

  2. Redaktionelle Bilder #42
    Das ist doch meine Rede! Die Sicherheitsbestimmungen betreffen nicht nur europäische Hafen, sondern gelten auch weltweit, auch wenn auf den ersten Seiten nur deutsche Links zu finden sind.
    In der begleitenden Berichterstattung ist ja auch zu lesen, daß gerade Schiffsbesatzungen aus (ärmeren) Entwicklungsländern darunter zu leiden haben.
    Wie ich immer wieder betone, kann das für Fotografen letztlich egal sein, so lange sie sich am geltenden Fotorecht orientieren. Es ist aber halt möglich, daß man ab und zu auf übernervöse Sicherheitsleute trifft, die strikte Anweisungen von ihren Arbeitgebern haben.
    Ich habe auch das Terminal Tollerort fotografiert, von der öffentlichen Strasse aus und vor dem Werksgelände. Der Wagen der Werkssecurity hat mich dabei 3 x umkreist, aber nicht angehalten. Da ich schon wußte, was Sache ist, habe ich mich nicht gewundert, in Ruhe meine Aufnahmen gemacht und mich dann seelenruhig verzogen.
    Das soll jetzt auch Niemanden abschrecken oder abhalten, den Hamburger Hafen zu fotografieren und die Bilder zu veröffentlichen. Das ist lediglich eine ernste Ermahnung, sich an die gültigen Fotorechte zu halten, weil Verstöße möglicherweise übel geahndet werden. Und natürlich eine Info, daß man möglicherweise mal am Fotografieren eines Schiffes oder einer Hafenanlage gehindert wird, auch wenn das nicht rechtens ist.
    Am Travehafen habe ich ein Schiff am Kai fotografiert. Blöderweise liegt genau davor eine Polizeistation. Kaum hatte ich meine Kamera ausgepackt, kam ein Polizist aus der Tür, um zu beobachten, was ich da treibe. Der hat sich nach kurzer Zeit aber kommentarlos verzogen, als er merkte, daß ich gar nicht am Gebäude oder deren Infrastruktur selbst interessiert war.
    Das Ganze läßt sich jetzt beliebig fortsetzen. Ich habe mich davon nicht einschüchtern lassen. Im "Ernstfall" spreche ich halt mit den Sicherheitsleuten und verzichte notfalls auf ein Foto, auch wenn ich im Recht bin. Letzteres ist aber noch nicht passiert.

    Lieben Gruß Renate

  3. Redaktionelle Bilder #43
    Die Frage ist doch, ob eine Hafenbarkasse, von der aus man fotografiert, überhaupt öffentliches Gelände ist! Schließlich sind das Privatunternehmen und man kommt nur gegen Fahrkarte auf so ein Boot. Trotzdem werden überall fleissig Bilder angeboten, die nur von einem Schiff aus gemacht sein können. Das ist aber wieder ein anderes Thema.
    Ich habe auch solche Bilder, hab sie halt redaktionell eingestellt,weil ohnehin Schiffs- und Firmennamen drauf sind. Mehr Kopp mache ich mir da jetzt auch nicht. Das ist ohnehin nicht zu verhindern, weil das wiederum den touristischen und Werbebereich betrifft. Diese Hafentouren werden ja extra auch zum Fotografieren angeboten. Diese Bilder stehen inzwischen weltweit in Massen im Netz, so daß ein Verbot ziemlich aussichtslos ist. Bleiben halt nur Logos, Schiffs- und Firmennamen übrig, an denen sich Betroffene aufhängen können.
    Im übrigen werden sich Terroristen kaum ein Bild aus einer Agentur kaufen, um Anschäge zu planen! Da sind Institutionen wie Google Maps schon wesentlich effizienter. Google schickt ja sogar Amateure los, um ganze Strassenzüge zu fotografieren und zu kartografieren, um das später ins Netz zu stellen. Sicherheitsbedenken? Fehlanzeige! Das zeigt ja schon die ganze Absurdität der Gesamtmaßnahmen.

    Lieben Gruß Renate

  4. Redaktionelle Bilder #44
    Blog-Einträge
    3
    Hallo Renate,
    ich habe mal im Zusammenhang mit dem Hundertwasserhausprozess gelesen, das Wasser niemals als öffentliches Gelände gewertet wird. Egal ob mit eigenem Boot oder Fähre, oder schwimmend.

    Gruss
    Thomas

  5. Redaktionelle Bilder #45
    Hallo Thomas,

    diese Urteil kenn ich nicht () und kann deshalb herzlich wenig dazu sagen. Die meisten Wasserbilder werden aber von Barkassen und Fähren aufgenommen und die sind eindeutig kein öffentliches Gelände.
    Speziell für den Hamburger Hafen will ich aber keine Pferde scheu machen, weil es hier einen Interessenskonflikt gibt. Im persönlichen Gespräch mit Rechteinhabern habe ich von einigen erfahren, daß sie auf ihre Rechte und Genehmigungen verzichten, weil das bei der Masse an Touristen sowieso keiner kontrollieren kann und sie das auch als Werbung ansehen. Für Rundfahrten und Fährverkehr sind ohnehin nur ausgewählte Hafenbereiche zugänglich.
    Ganz vorsichtig gesagt und ohne jegliche Gewähr gehe ich da von einer Art stillschweigender Duldung aus, die aber nicht für alle Rechteinhaber gelten muß. Das ist auch kein Freibrief für die uneingeschränkte kommerzielle Nutzung noch für die Garnierung mit Firmennamen und Logos. Mein Verstand rät mir, in dieser Hinsicht besonders vorsichtig zu sein. Das ist ein verdammt schmaler Grat, auf dem man da wandert, und auf Rechte kann man sich als Fotograf im Ernstfall nicht berufen.
    Ich selbst kann einigermaßen beurteilen, ob ein Bild vom Ponton, einer Brücke, dem gegenüberliegenden Ufer oder einem Schiff aus aufgenommen wurde, ein Firmeninhaber noch viel besser, eine BA in der Regel überhaupt nicht. Deshalb hat PM beispielsweise vor der Freischaltung öfter nachgefragt, ob ein Bild auch von öffentlichem Gelände aufgenommen wurde. Das ist dann aber schon das Maximum, was eine BA in dieser Hinsicht leisten kann. Firmennamen und vor allem Logos sind aber auch für Laien unverkennbar und von daher eine eindeutige Angelegenheit.
    Aber ich merke schon, das wird hier eine interessante Grundsatzdiskussion.

    Lieben Gruß Renate

  6. Redaktionelle Bilder #46
    Blog-Einträge
    3
    Also, erstmal möchte trotz der Grundsatzdiskussion(eigentlich nicht pitopia), den Thread hier lassen.

    Um aber nochmal auf die Diskussion zurückzukommen, ich hätte weder vor den Barkasseninhabern, noch vor den Firmen, deren Gelände und Gebäude fotografiert werden, Angst. Meine größte Sorge liegt bei den Abmahnanwälten.

    LG
    Thomas

  7. Redaktionelle Bilder #47
    Die kratzen mich nun überhaupt nicht. Da müsste erstmal eine Art öffentliches Interesse vorliegen, was nicht der Fall ist. Hamburg-Tourismus und Hamburg-Werbung sind derart wichtige Industriezweige, daß sich noch nicht mal die Betroffenen vor Ort selbst in die Suppe spucken.
    Bei klar ersichtlichen Markenrechtsverletzungen ( Beispiel Eurogate) sieht die Angelegenheit nun wieder anders aus- deshalb habe ich hier überhaupt Alarm geschlagen. Da ist es dann völlig egal, ob nun die Betroffenen oder Abmahnanwälte klagen. Deshalb mein Credo "Abstempeln oder redaktionell".

    Lieben Gruß Renate

  8. Redaktionelle Bilder #48
    Ich muß das nochmal präzisieren:
    Ich mach mir wegen meiner eigenen Bilder keine großen Sorgen, mehr auch nicht. Ich bin schon vor Monaten vom Hocker gefallen, als ich bei Pitopia Bilder vom Schlepperballett am Hafengeburtstag gefunden habe. Schleppernamen drauf, Schiffe und Land voller Menschen, Riesenplakat an den Landungsbrücken und ein Feuerwehrboot im Vordergrund, natürlich ohne Release.
    Von der Hamburger Feuerwehr hab ichs schriftlich, daß deren Eigentum/ Besatzung auch von öffentlichem Grund aus nur redaktionell verwendet werden darf. Darauf wurde ich zusätzlich telefonisch ausdrücklich darauf hin gewiesen.
    Ich selbst hab meine 13 Bilder vom Schlepperballett anderweitig schön redaktionell eingestellt, ohne wenn und aber. (Pitopia würde solche Bilder von mir auch bekommen, wenn sie gezielt auch redaktionelle Bilder annehmen würden.)
    Aber auch in anderen Agenturen habe ich jede Menge Bilder gefunden, die ich so nie im Leben einstellen würde. Von daher ist deine Sorge bezüglich Abmahnanwälte durchaus berechtigt.
    Mir sind diese Dinge eben gehäuft bei Pitopia aufgefallen, weshalb die Diskussion auch hier erscheint. Das ist auch früher schon von anderen Usern in einem anderen Thread aufgegriffen worden (Beispiel PC-Mäuse). Bei Shotshop fliegen schon weniger brisante Bilder aus rechtlichen Gründen hochkantig raus, Zoonar will selbst redaktionell keine Firmenlogos und Marken.
    Damit komme ich wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück: Ich denke, da läuft bei Pitopia irgendetwas quer. Das Ansinnen, wir sollten der Redaktion per Mail rechtlich brisante Bilder melden, kann bei diesem Ausmaß doch nicht das Gelbe vom Ei sein. Ich möchte jedenfalls nicht die Funktion übernehmen, sämtliche Bilder meiner Kollegen einer wie auch immer gearteten rechtlichen Prüfung zu unterziehen und damit über deren Verbleib zu entscheiden. Ich verstehe mich weder als Zensor noch als erweiterte Bildredaktion und will das auch gar nicht werden.
    Eigentlich sehe ich da nur zwei wirkliche Alternativen: Entweder sieht sich die Redaktion auch die rechtlichen Aspekte an und lehnt entsprechende Bilder ab, oder sie bieten auch explizit redaktionelle Bilder an, wo diese Fotos gefahrlos ihren Platz finden. Viele Amateurfotografen donnern rein, was sie vor der Linse haben, ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist auch die Standardwarnung völlig nutzlos. Die Agentur muß selbst entscheiden, ob sie sich einen derart brisanten Stock zulegen will. Ob sie im Ernstfall das Risiko völlig auf den Fotografen abwälzen kann wage ich allerdings zu bezweifeln.

    Lieben Gruß Renate

  9. Redaktionelle Bilder #49
    Blog-Einträge
    1
    Aber auch in anderen Agenturen habe ich jede Menge Bilder gefunden, die ich so nie im Leben einstellen würde. Von daher ist deine Sorge bezüglich Abmahnanwälte durchaus berechtigt.
    Wenn sich nun ein paar Abmahnanwälte die Mühe machen würden, die Urheber "anzuschreiben" wäre erstens das Geschrei im Lande groß, aber zweitens würden die vielen ahnungslosen Amateure sich vielleicht auch mal ein paar Gedanken über geltende Gesetze machen.

    Damit will ich nicht gesagt haben, dass ich die Methoden der Abmahnanwälte gut heißen würde. Aber viele Amateure machen sich einfach keine Gedanken darüber, sondern hoffen auf das schnelle Geld. Hier ist umso mehr die Sorgfaltspflicht der Selektoren bei den Agenturen gefragt. Aber offensichtlich kennen die sich wohl selber auch nicht immer aus - vielleicht sind es ja auch nur Amateure...?

  10. Redaktionelle Bilder #50
    mg99
    Zitat Zitat von TeaTime Beitrag anzeigen
    Wenn sich nun ein paar Abmahnanwälte die Mühe machen würden,
    Nee, nee...
    Dann würden die "Abmahnanwälte" gehörig auf die Schnauze fallen in den allermeisten Fällen. Denn das blosse Einstellen in eine BA ist ja in aller Regel noch kein Verstoß gegen irgendwas. Erst die "falsche" Nutzung kann ggf. abgemahnt werden. - Und dann aber gegenüber dem Nutzer und nicht dem Fotografen.
    Aber das hatten wir doch schon tausend Mal: Es kommt immer auf die Nutzung an.

  11. Redaktionelle Bilder #51
    Blog-Einträge
    1
    Zitat Zitat von mg99 Beitrag anzeigen
    Erst die "falsche" Nutzung kann ggf. abgemahnt werden. - Und dann aber gegenüber dem Nutzer und nicht dem Fotografen.
    Da hast Du natürlich Recht.

    Letztendlich landet das aber immer beim schwächsten Glied: dem Fotografen.

  12. Redaktionelle Bilder #52
    Blog-Einträge
    3
    Kann man mal sehen, wie blöd man ist! (also ich meine mich damit)

    Ich habe vor zwei Monaten angefangen einen Newsletter für das Forum zu versenden. Habe mir brav so eine Newslettersoftware gekauft, ein Newslettertemplate eingebaut und dachte mir, da muss doch noch ein Foto hin, schließlich gehts hier doch darum.
    Gesagt getan, bei Fotolia stehen so ein paar nutzlose Credits rum(ja ja, ich weiß, kauft der auch beim Billigheimer) und ich die gleich getauscht in drei vier Bilder mit diskutierenden Menschen drauf.

    Nun glaubt aber ja nicht, ich hätte nach einem MR geschaut! Hab ich mir gar keine Gedanken drüber gemacht (son Depp, betreibt ein Stockforum und dann das..).

    Nun hat mich diese Diskussion hier doch dazu veranlasst, dass mal zu überprüfen.

    LG
    Thomas

  13. Redaktionelle Bilder #53
    mg99
    Zitat Zitat von TeaTime Beitrag anzeigen
    Letztendlich landet das aber immer beim schwächsten Glied: dem Fotografen.
    Da dieser Satz hier schon so oft geschrieben wurde, auch dazu mal noch was:

    Das "schwächste" Glied ist auch das am wenigsten lohnende. Der Rechteinhaber wird sich also bevorzugt an das Glied wenden, wo am meisten Geld zu holen ist, also i.d.R. den Nutzer oder (falls rechtlich überhaupt möglich) die Agentur.
    Die Kette der Schadensersatzforderungen Nutzer -> Agentur -> Kunden (sowieso nur möglich bei Agenturen, die diesen -sorry- Wahnsinn in ihren AGB haben) muß dann ggf. erstmal auf ihre juristische Zulässigkeit geprüft werden. (Nicht alles was in AGB steht ist auch rechtsgültig.) Und wenn es sich um eine Agentur in USA handelt, dann hat der Fotograf wohl eher gute Karten. In USA kann er zwar verklagt werden, aber wen juckt's? Und eine Klage in D dürfte an der nach deutschen Maßstäben ungültigen AGB scheitern. (Zu der juristischen Lachnummer "Fotolia AGB" habe ich ja schon mal was geschrieben.)

  14. Redaktionelle Bilder #54
    Wäre ja schön, wenn so wäre, dann bräuchte ich mir doch als Fotograf keine Gedanken mehr um Bildrechte machen, oder ??
    Die Praxis hat leider schon ganz anders ausgesehen und auch gewissenhafte Fotografen getroffen. Was soll das jetzt werden- ein Machtspiel zwischen Fotograf, Agentur und Kunden, wer am Ende den Kopfhinhält?
    Das mit der Nutzung ist mir völlig neu. In den mir bekannten Rechtswerken ist immer von Veröffentlichung die Rede, und die tritt ein, wenn ich so ein Bild frei zugänglich ins Netz lade. Genau deshalb werden ja immer wieder problematische Webseiten gesperrt. Daß häufig deren Nutzer, nicht aber die Betreiber vor Gericht landen, ist lediglich ein fahndungstechnisches Problem.
    @Thomas:
    Echt der Brüller! Hattest du denn kein eigenes Bild für den problemlosen Einsatz? Nun , ich kenne mich zwar mit Fotolia nicht aus, glaub aber kaum, daß die sich eine derartige Blöße geben. Kannst ja vorsichtshalber nachgucken.

    Lieben Gruß Renate

  15. Redaktionelle Bilder #55
    Blog-Einträge
    1
    Zitat Zitat von mg99 Beitrag anzeigen
    Das "schwächste" Glied ist auch das am wenigsten lohnende.
    Das mag stimmen, aber erst gestern habe ich im TV (WDR) einen Bericht über Abzockanwälte gesehen. Und denen ist es völlig egal, wer da am Ende sitzt und ob man möglicherweise eine Existenz zerstört, obwohl der Abgemahnte vermeintlich eigentlich alles richtig gemacht hat.
    In dem Fall wurde die inkorrekte Widerrufsbelehrung angemahnt. Das pikante an der Sache: die Belehrung hatten die Händler von der Seite der Bundesregierung kopiert, die diese dort veröffentlicht hatte. (mehr dazu: Link).

    Der Rechteinhaber wird sich also bevorzugt an das Glied wenden, wo am meisten Geld zu holen ist, also i.d.R. den Nutzer oder (falls rechtlich überhaupt möglich) die Agentur.
    Die Kette der Schadensersatzforderungen Nutzer -> Agentur -> Kunden (sowieso nur möglich bei Agenturen, die diesen -sorry- Wahnsinn in ihren AGB haben) muß dann ggf. erstmal auf ihre juristische Zulässigkeit geprüft werden. (Nicht alles was in AGB steht ist auch rechtsgültig.) Und wenn es sich um eine Agentur in USA handelt, dann hat der Fotograf wohl eher gute Karten. In USA kann er zwar verklagt werden, aber wen juckt's? Und eine Klage in D dürfte an der nach deutschen Maßstäben ungültigen AGB scheitern. (Zu der juristischen Lachnummer "Fotolia AGB" habe ich ja schon mal was geschrieben.)
    Das könnte man vermeiden, wenn sich die Agenturbetreiber und deren Selektoren besser um die Releases kümmern würden. Aber so lange man die Beine baumeln lässt und den Fotografen die Verantwortung überlässt, wird sich da nichts ändern.

    Vielleicht sollten wir diese Diskussion nicht hier im Pitopia-Thread weiterführen. Das geht ja immerhin auch andere Agenturen an.

  16. Redaktionelle Bilder #56
    mg99
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    In den mir bekannten Rechtswerken ist immer von Veröffentlichung die Rede,
    Wovon sprichst Du hier?
    Das einzige was explizit im Hinblick auf Bilder gesetzlich festgelegt ist, ist das Recht am eigenen Bild. Und DA hast Du natürlich recht, aber das ist ja wohl nicht Thema dieses Threads.
    Alles andere ergibt sich mittelbar aus anderen Rechten, und da ist bestimmt nicht von "Veröffentlichung von Bildern" die Rede.

    > wieder problematische Webseiten gesperrt

    ?? Reden wir hier von strafrechtlich relevanten Dingen oder von zivilrechtlichen Auseinandersetzungen um geistiges Eigentum bzw. Schutzrechten Dritter?

  17. Redaktionelle Bilder #57
    Ich bezieh mich gerade auf den Wanckel ,"Foto- und Bildrecht", 2. Auflage. Und dort ist von Rechten und Pflichten bei der Veröffentlichung von Bildern die Rede, nicht bei der Nutzung. Das ist übrigends ein umfassendes Standardwerk, das PM zitiert mit seinen Beispielen für erlaubte und nicht erlaubte Fotos.
    Ich kann nur empfehlen, seine Nase auch mal systematisch in solche Lektüre zu stecken. Sonst landen wir bei der den Devisen "Anything goes" und "Einer wird die Zeche schon bezahlen".
    Genau aus diesem Grunde haben manche Agenturen ja schon das Hochladen "unerlaubter" Bilder untersagt. Daß sich keiner dran hält, ist wieder ein anderes Thema.
    Wozu gibt es Agenturverträge? Wer kann sie einseitig warum für nichtig erklären? Gibts ein Beispiel, wo ein Gericht einen Agenturvertrag für ungültig erklärt hat? Da hätte ich doch gerne ein paar präzisere Informationen statt einschlägiger Meinungen.

    Lieben Gruß Renate

    Nachtrag:
    Laut Wanckel ist bei manchen Bildern nicht nur das Erstellen, sondern schon der Versuch dazu strafbar. Und dabei können auch Schutzrechte Dritter strafrechtlich relevant sein.

  18. Redaktionelle Bilder #58
    Zitat Zitat von Goodie Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch, ob eine Hafenbarkasse, von der aus man fotografiert, überhaupt öffentliches Gelände ist! Schließlich sind das Privatunternehmen und man kommt nur gegen Fahrkarte auf so ein Boot.
    Dann stellen wir die Frage doch einmal anders: führen die Rundfahrttouren ausschließlich über Gewässer, die der Fotograf auch mit eigenem / gechartertem Boot befahren dürfte? Eine Werft bspw. wird ja ein bestimmtes Gebiet haben, wo sie ihre Schiffe zu Wasser läßt, bugsiert usw. und wo sie die Gegenwart von x-beliebigen Sportbootfahrern aus verschiedenen, sehr wohl nachvollziehbaren Gründen nicht zu dulden braucht.

    Grüße,
    Peter

  19. Redaktionelle Bilder #59
    Zitat Zitat von Hottommi Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe vor zwei Monaten angefangen einen Newsletter für das Forum zu versenden. ...

    LG
    Thomas
    Das erinnert mich an eine umfangreiche Abhandlung über die möglichen rechtlichen Probleme, die bspw. Steuerberater (der Artikel wandte sich explizit an solche) beim Versand von periodischen Nachrichten per e-mail an ihre Mandantschaft beachten sollten. Aus meiner Erinnerung handelt es sich auch dabei um vermintes Terrain, welches man ohne Not meiden sollte.

    Peter

  20. Redaktionelle Bilder #60
    Blog-Einträge
    3
    Zitat Zitat von Peter I. Beitrag anzeigen
    Das erinnert mich an eine umfangreiche Abhandlung über die möglichen rechtlichen Probleme, die bspw. Steuerberater (der Artikel wandte sich explizit an solche) beim Versand von periodischen Nachrichten per e-mail an ihre Mandantschaft beachten sollten. Aus meiner Erinnerung handelt es sich auch dabei um vermintes Terrain, welches man ohne Not meiden sollte.

    Hallo Peter,
    das habe ich jetzt allerdings nicht verstanden und in dem unvollständigen Zitat, ging es eigentlich um die Verwendung von gekauften Fotos in dem Newsletter.

    Gruss
    Thomas

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