Warum liest du es dann, wenn du keinen Nerv hast? Von Aufreiben kann keine Rede sein, nur von enormer Verwunderung. Und die werde ich auch weiterhin ausdrücken, wenn sie mich befällt.
Lieben Gruß Renate![]()
Diskutiere Redaktionelle Bilder im pitopia Bereich; Deine Meinung kennen wir ja nun zur Genüge,nix für Ungut Renate aber das ist Dir ja schon des öfteren gesagt worden. Ich habe echt keinen ...
Deine Meinung kennen wir ja nun zur Genüge,nix für Ungut Renate aber das ist Dir ja schon des öfteren gesagt worden. Ich habe echt keinen Nerv ständig nur das selbe lesen zu müssen.Jeder der Fotos einstellt weiß es oder nicht,warum reibst Du Dich da so auf?
Warum liest du es dann, wenn du keinen Nerv hast? Von Aufreiben kann keine Rede sein, nur von enormer Verwunderung. Und die werde ich auch weiterhin ausdrücken, wenn sie mich befällt.
Lieben Gruß Renate![]()
Ja, ich weiß - streitende soll man besser nicht trennen, aber ich werfe mich jetzt mal wagemutig zwischen euch. Trinkt einen virtuellen Drink, atmet tief durch und gut ist.
maaaaann is doch wahrRalf Du bist aber mutig ,Dich zwischen uns zu werfen hihi. Außerdem streiten Renate und ich nicht,wir sind nur zwei Frauen die zwischendurch mal die Meinung sagen müssen.Die eine mehr und die Andere weniger
)
Hallo Leute,
wir sitzen hier gerade in der Fotoredaktion eines großen Verlages.
Um es mal klar zu sagen: Auch wir müssen mittlerweile auf die Microstock-Agenturen zurückgreifen, weil das Budget immer kleiner wird. Aber nur in kleinen Dingen wie Obst, Gemüse, etc.
Fotos mit Menschen drauf nehmen wir nur von den großen Agenturen, denn da wissen wir, wofür wir sie nehmen dürfen.
Wenn jetzt einer von Euch das Kind der Freundin fotografiert, die auch ihr Einverständnis gibt, und eine z.B. Romanzeitschrift zieht das groß auf unter dem Romatitel: Die kleine Susi wurde jahrelang gequält ...
dann kann die Freundin klagen, dann ist der Verlag dran als auch der Fotograf UND auch die Agentur, die das anbietet.
Natürlich ist das jetzt ein hartes Beispiel, das würde auch ein erfahrener Fotoredakteur nie anbieten, aber die teuren Agenturen haben nun mal an den Fotos stehen: Darf nur in positivem Sinne abgebildet werden, darf nicht in Spanien abgebildet werden, oder, oder, oder ...
Gerade Peoplebilder sind oft gefährlich.
Ob nun aber gerade jemand aus einer Coladose trinkt, das ist eigentlich schietegal.
Ich hoffe, das hilft ein bißchen weiter.
Für Fragen bin ich auch offen.
Liebe Grüße
Kasimir
Moin Kasimir,
finde ich toll, auch mal eine Stellungnahme aus "der anderen Ecke" zu bekommen.
Zunächst einmal könnten sich die Micros und Macros bei dem vorgehen (Verwendungszweck) ruhig mal Gedanken machen, ob man das zumindest in den engagierten Agenturen nicht mal umsetzen könnte.
Wenn ein Fotograf diesen Hinweis in den IPTC-Informationen gespeichert hat, schaut ihr da auch mal nach? Ich mache das bei einigen Bildern nämlich normalerweise.
WENN man schon - um bei Deinem Beispiel zu bleiben - ein niedliches Kinderfoto verwendet, um es in einem negativen Zusammenhang zu bringen, was spricht denn dagegen, sich vorher etwas abzusichern? Sprich Fotograf / Agentur zu kontaktieren oder das Bild letztendlich dann einfach nicht zu verwenden?
Hallo Ralf,
wir schauen immer in den ITCP-Infos nach, schon wegen des Credits.
Natürlich fragen wir bei sehr heiklen Themen nach, das ist keine Frage.
Nur musst Du Dir einen Redaktionsbetrieb vorstellen, da geht es hektisch und schnell zu.
Man muß schon bei Hochglanz-Promis-Fotos so viel nachfragen, so viel verhandeln.
Den Macro- und Microstock sieht man eher als schnelles kleines und natürlich günstiges Foto. Da möchte man nicht auch nicht auch noch rumtelefonieren und Rechte abklären.
Um auch noch mal bei den Thema "Kind" zu bleiben: Natürlich würde keine gestandene Redaktion so etwas tun, mir fiel nur kein anderes Beispiel ein, weil das wirklich mal passiert ist bei einer billigen Romazeitschrift.
Natürlich würde man dort immer Fotos von Kindern zeigen, deren Gesichter man nicht sehen kann, oder symbolisch durch ein herumliegendes Spielzeug, oder, oder.
Wenn wr also ein günstiges Fotos sehen, an dem wir auch noch Rechte abklären müssen, so fliegt das raus, da nimmt man dann lieber ein teures von einer großen Agentur, bei der man weiß, dass die Rechteabklärung abgesichert ist.
Auch weil wir wissen, dass bei den Micro- und Macro-Stocks Laien arbeiten, die wir auch nicht vernatwortlich machen wollen.
Wer Eure Fotos auch nimmt, das ist die Agentur Waldhäusl, da gibt es auch mehr Geld. :-)
Herzliche Grüße
Kasimir
Hallo Kasimir,
besten Dank für Deine Ratschläge. In diversen Foren und auch in Gesprächen mit Künstlern ist über soviel kriminelle Energie bei Werbeagenturen (und auch Verlagen) berichtet worden, daß es mitunter schwerfällt, auf diesem Gebiet noch an das Gute im Menschen zu glauben. Insofern halte ich die Einträge in den IPTC-Daten bestenfalls für eine juristische, nicht aber für eine moralische Absicherung.
Um bei Deinem Beispiel mit der Romanzeitschrift zu bleiben: das Verhältnis zur Freundin / dem Model wird nach so einem Vorkommnis sicher schwer angeschlagen, wenn nicht gar vergiftet sein, auch wenn der Fotograf nichts dafür und ggf. auch nicht belangt werden kann.
Wer bereit ist, Bilder zu klauen, wird sich auch nicht an den Nutzungsbeschränkungen stören, die bei den Bildern hinterlegt sind, die er ausnahmsweise einmal nicht von fremder Leute Seiten gezogen, sondern für Pfennige aus einer Massenagentur geholt hat. Und diese ist wiederum kaum willens und in der Lage, die Laufkundschaft und deren Bildnutzungen zu überprüfen. Insofern hast Du mit Deinem Hinweis Recht:
bestimmte Bilder sollte man eben nur Agenturen anbieten, die an der Stelle als seriös bekannt sind und einem die nötige Sicherheit bieten. Wer dort nicht reinkommt, muß wissen, welches Risiko er anderswo eingeht.
Peter
Man sollte sowieso lieber darauf verzichten, sich "Models" im Freundeskreis oder in der Verwandtschaft zu suchen - der Ärger ist vorprogrammiert.
Kasimirs Beispiel ist ansonsten ein hervorragendes Beispiel dafür, daß man eine "Rechteabklärung" schon rein praktisch niemals allein an den Fotografen oder allein an die Agentur "delegieren" kann.
Fotograf und Agentur können stets nur die Information liefern, ob ein Model-Release vorliegt und wie dieses aussieht.
Das reicht für den 08/15-Fall üblicherweise aus. (Obwohl man auch da schon hat Pferde kotzen sehen...)
Spätestens wenn man Fotos dazu nimmt, um mittels Symbolbild eine reale Story zu illustrieren, dann sollte man a) den Richtlinien des Deutschen Presserates folgen und dies deutlich kennzeichnen und b) je nach "Kaliber" der Story vorher sicherstellen, daß die erforderlichen Einwilligungen auch wirklich vorliegen.
Noch ein Beispiel: eine Publikumsillustrierte bringt einen Artikel zum Thema "Wie ständiger Ehekrach die Beziehung vergiftet". Die Redaktion bringt 3 oder 4 wahre oder teilweise oder völlig erfundene "Fälle", ein Püschologe gibt seinen Senf dazu ab. Dazu ein Aufmacherbild, das einen Mann und eine Frau zeigt, die sich mit bösen Gesichtern anschreien...
Als Redakteur hätte ich da schon gerne eine Model-Release, das diesen Fall konkret abdeckt, und nicht nur ein 08/15-Zettelchen. Sonst passiert nämlich unter Umständen folgendes: die Mutter des Models sieht das in der Zeitschrift, denkt, ihre Tochter habe einen fulminanten Ehekrach mit ihrem Gatten gehabt und zieht daraus irgendwelche Schlüsse, die wiederum dem Model nicht behagen. Das Model rennt zum Anwalt und der marschiert mit "Persönlichkeitsrechtsverletzung" auf - im Artikel stand etwas davon, daß eine hysterische Ehefrau mit grundlosen Eifersuchtsanfällen ihrem armen Gatten das Leben schwer machte...
Es gibt Agenturen, die dafür ausreichende Model-Releases mitliefern können - Micro-Stocks sind aber nicht darunter. Es gibt sogar Agenturen, die ausreichend "sicheres" Bildmaterial liefern können, wenn die "Knall-Peng-Bunte-Illustrierte" eine Story bebildern möchte "Immer mehr Studentinnen müssen ihr Bafög durch einen Nebenjob im Bordell aufstocken"...
Man weiß dann Agenturen zu schätzen, die eine vernünftige Rechteklärung betreiben, und diese Agenturen wissen Fotografen zu schätzen, die eine vernünftige Rechteklärung betreiben. Und vor allem wissen alle Beteiligten es sehr zu schätzen, daß alle Beteiligten sich dieser Problematik bewußt sind.
Ist sich auch nur einer dessen nicht bewußt, steigt das Risiko teuren Ärgers rapide an. Und das ist dann ein Ärger, den eine Cola-Dose, aus der einer trinkt, in der Tat niemals wird verursachen können.
Genau bei solchen Geschichten gilt übrigens das gute alte Prinzip: wer als Fotograf einen Fuß bei einer Agentur in die Tür bekommen will, der sollte ihr nicht das anliefern, was die Agentur schon 10000mal hat und andere Fotografen schon 100000mal anliefern. Sondern den Stoff, der wirklich wertvoll ist.
Der eigene Marktwert steigt dann schlagartig.
@Tom und Kasimir:
Ihr habt beide völlig Recht und ich danke euch für eure erhellenden Beiträge. Es hat mich einmal mehr bestätigt, mir die Agenturen genauer an zu sehen, mit denen ich zusammen arbeiten möchte.
Etwas erschüttert haben mich allerdings die Infos über den Mißbrauch ausdrücklich redaktioneller Bilder. In den mir bekannten AGBs "üblicher" BAs (auch bei Pitopia!) ist dies ausdrücklich untersagt, d.h. neben den betreffenden Models können sowohl Fotograf als auch BA gegen eine derartige mißbräuliche Verwendung des Bildmaterials klagen.
Soweit zur Rechtslage. Die Realität sieht vermutlich anders aus, geprägt von Vertrauensverlust auf allen Seiten. Mag sein, daß sich Einige locker darüber hinweg setzen können. Als solide Geschäftsgrundlage wird sich dieser Umstand wohl nicht erweisen, wie Kasimirs Bericht zeigt.
Lieben Gruß Renate![]()
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