Hallo,
ich (Lehrerin) möchte gerne Fotos meiner Abschlussklasse (14 Personen) auf Shirts drucken und den abgebildeten Personen schenken. Ist dies eine Veröffentlichung, sodass ich die Einverständniserklärung aller abgebildeter Personen benötige. Ebenso sollen CDs angefertigt werden auf denen die Fotos der Schulzeit zu sehen sind. Ich frage nach, weil eine sehr klagefreudige Mutter dabei ist und ich diese nette Idee nur ungern wegen ihr fallen lassen möchte.
Von wem sind denn die Bilder? Wenn Du fremde Bilder nutzt, benötigst Du schon allein dafür eine Erlaubnis.
Wenn die T-Shirts in der Öffentlichkeit getragen werden (und das ist ja wohl nciht auszuschließen), handelt es sich auch um eine Veröffentlichung der Bilder. Dazu bedarf es dann Freigaben der abgebildeten Personen bzw. Rechtsvertreter/Erziehungsberechtigter.
Ich würde sie einholen. Oder den Plan aufgeben. Das Damoklesschwert scheint doch schon fallbereit, wie Du schreibst.
Was ich mit "Dazu bedarf es dann Freigaben der abgebildeten Personen bzw. Rechtsvertreter/Erziehungsberechtigter." mit nur wenigen Worten anders ausdrückte...
Traurig, traurig.... - Daß man sich bei solch einfachen und netten Ideen solche rechtlichen Gedanken machen muß. Schließlich sollen die T-Shirts ja nicht verkauft werden ode sowas. - Und Abi-Zeitungen dürfte es dann eigentlich auch nicht geben.
Ich weiss jetzt nicht, ob das eine Überraschung sein sollte, ansonsten wäre vielleicht ein pragmatischer Weg: Den Schülern die Idee erzählen und sie bitten, jeder möge dafür selbst ein Foto zur Verfügung stellen. Dann kann sich jedenfalls niemand wegen dem "Recht am eigenen Bild" beschweren.
ich würde mit genau der Mutter sprechen und sie fragen, was sie von der Idee und der rechtlichen Problematik hält. Wenn das Gespräch so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann würde ich das Ding durchziehen. Tolle Idee!
Weiß nicht, Ulf, was Du Dir davon versprechen würdest. In anderen Schulen ist es ja auch so, daß die Kindern Unterschriften der Eltern beibringen müssen, wenn ein Klassenfoto gemacht werden soll. Und die Kinder, die die Erlaubnis nicht beibringen, werden halt beiseite genommen und kommen nicht mit auf´s Bild.
Silli hat einen Beruf, mit dem sie offenbar glücklich ist und das auch bleiben will. Vermutlich hat diese Mutter nur ein Kind in der Schule und auch das nicht mehr lange. Wozu ihr noch in der letzten Minute - noch dazu mit Vorbedacht - eine Steilvorlage liefern? Ich persönlich würde mir schon die Frage stellen, ob dieser Gag irgendeine Art von Streß rechtfertigt, auch wenn es einem darum wirklich leid tut.
ich kann mir nicht vorstellen, dass aus der Geschichte ein Problem entstehen könnte - jedenfalls keins, das irgendwelche beruflichen oder finanziellen Konsequenzen nach sich ziehen würde.
Da es eine streitwillige Mutter gibt, würde ich sie vorsichtshalber mit ins Boot nehmen. Ich würde vielleicht auch auf die Herausgabe der CD verzichten. Mit dem Druck der T-Shirts sehe ich es absolut entspannt.
Meine laienhafte Sicht der rechtlichen Seite:
1. Strafrechtlich völlig unproblematisch. Nach meiner Meinung würde kein Richter der Welt Silli für irgend etwas verurteilen. Soweit würde es auch gar nicht kommen, da es keinen Staatsanwält gäbe, der ein Verfahren anstrengen würde.
2. Eine zivilrechtliche Klage würde den Streitführer bzw. sein Kind nur bis auf die Knochen blamieren. Stellt Euch so eine Verhandlung mal bildlich vor!
Ulf, schau Dir mal an, was es alles an Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht gibt. Es gibt mehr Menschen, denen nichts zu blöd ist, als man sich als einigermaßen Normalo (rein subjektive Einschätzung ) vorstellen kann.
Ich würde auf die Aktion verzichten. Klar, wäre von den Moment schon eine nette Aktion. Aber schon bald Schnee von vorgestern. Nach dieser Klasse kommen weitere!