2008 = großes Stocksterben?
Das ist jetzt die dritte Agentur, die den Betrieb einstellt. So dünnt der Markt langsam aus und übrig bleiben vielleicht nur ein paar wenige. Kann eigentlich für die Fotografen ja nur von Vorteil sein.
Diskutiere Geckostock macht auch zu im Sonstige Bereich; Per E-Mail informiert die Microstock-site Geckostock (England), dass die Agentur geschlossen wird (heute), mangels Umsatz. Da werden wohl noch viele folgen ! Gruß Sunny Originalmail: ...
Per E-Mail informiert die Microstock-site Geckostock (England), dass die
Agentur geschlossen wird (heute), mangels Umsatz.
Da werden wohl noch viele folgen !
Gruß
Sunny
Originalmail:
Hi
It is with great regret that i shall have to close Geckostock.
All images will be deleted from disk this week.
Any payments due will be paid over the next few weeks.
The site went down yesterday and i decided not to try and get things running due to low sales.
I can't see any future in the site.
I would like to thank you all for your past support and for allowing Geckostock the right to show your images.
Those of you that worry about your images please don't the disk will have a full reformat and your images will never be used or saved in any way.
I would like to ask newcomers to Geckostock and the world of stock in general please don't be put off by your experience at Geckostock and to upload to other stock sites as you maybe more succesfull. Please try new sites as they maybe more successful than Geckostock.
I think a whole new way of selling stock is needed for the success of a new site. This may come soon!
I have enjoyed the time spent with all the contributors and learnt so much.
Thank you and good luck with sales.
Richard_C
2008 = großes Stocksterben?
Das ist jetzt die dritte Agentur, die den Betrieb einstellt. So dünnt der Markt langsam aus und übrig bleiben vielleicht nur ein paar wenige. Kann eigentlich für die Fotografen ja nur von Vorteil sein.
Erinnert ein wenig an den Internet-Hype damals. Nach dem großen Boom, wo alle drei Tage ein neuer Provider mit mehr oder weniger neuen Visionen aus dem Boden gestampft wurde, kam das große Sterben und die Bereinigung der Branche. Okay, selbst von dem Pöbel, der übrig geblieben ist, haben viele nicht wirklich eine Existenzberechtigung. Aber immerhin... :-)
Zumindest wird das Wirrwar ein wenig übersichtlicher. Ich würde mir das wünschen.und übrig bleiben vielleicht nur ein paar wenige. Kann eigentlich für die Fotografen ja nur von Vorteil sein.
Grußi,
WunschFreak
Sehe ich nur Vorteile für den Photografen (mal abgesehen davon, dass jede Firmenschließung Arbeitsplätze kostet - und das ist nicht gut!).
Wird ähnlich laufen wie bei den Mineralölkonzernen, erst erfolgt totale Konzentration bis zur fast Monopolstellung, dann gehen die Spritpreise rauf.
Peter
das glaube ich nun nicht.. micro funktioniert so leid mir das tut
Das kann man heute noch nicht abschätzen. Tatsache ist, daß immer wieder Micro-Stock-Agenturen dicht machen, und die Zahl der Nachrücker ist kleiner geworden. Und die großen Bildagenturen sind mehr oder weniger inzwischen wieder von ihren Ausflügen ins "Micro-Segment" abgerückt und konzentrieren sich auf wirtschaftlich tragfähige Royalty-Free-Modelle.
Ob ein Geschäftsmodell auf Dauer Erfolg und Bestand hat, weiß man frühestens nach 5 oder 10 Jahren... Es dauert ja auch immer einige Zeit, bis die Leute die Lust daran verlieren, für mehr oder weniger "lau" zu arbeiten.
Denn mal ganz ehrlich: für 99,9 Prozent aller Fotografen, die Micro-Stock-Agenturen beliefern, lohnt sich das betriebswirtschaftlich-kaufmännisch nicht. Wenn man den Zeit- und Material-Aufwand realistisch berechnet und einen Ertrag nach Kosten und Steuern ermittelt - dann kommt vielleicht einer von 1000 Fotografen dabei auf einen grünen Zweig.
Die anderen machen es entweder, weil's ihnen Spaß macht, oder weil sie sich was vormachen und ihre eigenen Geschäftszahlen nicht kennen - oder nicht kennen wollen.
Letzteres (beides) ist aber erfahrungsgemäß auf Dauer keine tragfähige Grundlage für Geschäftsmodelle.
Hallo Tom,
ich bin da völlig Deiner Meinung. Der Zenit der Microstocks ist überschritten.
Ich habe nur eine etwas andere Begründung dafür:
Vergleichen wir mal Fotolia mit Google (nein nicht die Umsätze oder Börsenwert), das Geschäftsmodel ist ähnlich. Die Datenbank liefert Content, in diesem Fall Bilder oder Suchergebnisse.
Ein Suchergebnis, das geklickt wird und evtl. weiterführend dann auch zu einem Kauf führt ist das was die meisten Seitenbetreiber wollen, die sich in den Suchindex eintragen lassen.
Ein Bild, das geklickt wird und evtl. weiterführend dann auch gekauft wird, ist das Geschäftsmodell der BA´s.
Bei beiden haben die Anbieter (Seitenbetreiber und Bildlieferanten) das gleiche Problem: wie komme ich im Suchergebnis unter die ersten 10 Plätze!
Natürlich in Affinität zum Suchbegriff und nicht durch Keywordspamming.
(Wieso ist eigentlich noch niemand bei den BA´s auf die Idee gekommen, gesponserte Bilder, wie Google das mit seiner Werbung macht, anzubieten?)
Nun, manche von den BA´s liefern ja immer wieder Hilfestellungen, zu Beschreibungen, Keywords usw. Aber wenn bei 100 Bildern die Keywords identisch wären, weil die Bilder sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, dann weiß ich immer noch nicht, ob mein Bild weiter vorn angezeigt wird.
Sagen wir mal bei den 100 Bildern gibt es 30% nicht so gute Bilder, 50 % Mittelmaß und 20% sehr gute Bilder. Ein Bildredakteur, wird ähnlich wie bei Google nach den ersten beiden Seiten die Lust verlieren(ist mir selber auch so gegangen). Nun waren auf den ersten Seiten die 80 % Mittelmaß bis schlecht Bilder. Diesen Effekt können wir bei ca. 3,5 Mio Bildern auch auf 1000 oder 5000 Bilder gleicher Art hochrechnen.
Nun tritt folgendes ein, der Bildredakteur findet nicht "seine" Qualität unter den ersten Bildern, nimmt aber natürlich auch keines der schlechteren. Damit werden immer weniger Verkäufe stattfinden, je höher das Bildangebot insgesamt ist. Damit sinken die Verkäufe pro Bild und für viele Hobbyisten wird auch der Spassfaktor geringer.
Damit muss jeder der Anbieter immer größere Zahlen von Bildern online haben, um auf den gleichen Umsatz/Anzahl Verkäufe zu kommen. (Siehe Aussagen Yuri Arcurs).
Dieser Trend leitet sich aus der höheren Anzahl der Bilder in der BA ab. Wenn der Bildlieferant bei einer Steigerung der Bildmenge von 3 auf 4 Mio in gleicher Art berücksichtigt werden will, muss auch er seine Anzahl Bilder um 25% erhöhen.
Auch hier im Forum berichten einige der Anbieter, das ihre Umsätze/Verkäufe bei der manchen BA´s eingebrochen sind. Andere wiederum sprechen von gleichbleibenden Verkäufen. Auch hier könnte man vermuten, dass die, die weniger verkaufen, nicht mehr kontinuierlich hochladen.
Versucht doch mal diese Suche: mann lächeln business
Ihr könnt das auch variieren, mit lachen oder weiß zähne usw.
Die Hälfte der Bilder lächeln nicht, ein Teil sind nur Frauen drauf oder Kinder, ein weiterer Teil hat nichts mit Business zu tun. Spezialisiert man die Suche auf "mann lachen business weiß zähne" dann kommt gar kein Ergebniss mehr.
Kann man daraus schließen, dass nur die Keywords der Schlüssel zur ersten Reihe sind?
Und noch besser ist dann so ein Ergebniss:
http://de.fotolia.com/search?k=verk%...y=0&offset=352
Die Ba´s müssen immer höhere Aufwände betreiben, um dem Suchenden die richtigen Ergebnisse zu liefern.
Diese Aufwände müssen sich auch durch die Verkäufe rechnen lassen. Schon heute aber sieht man, das nicht etwa die Selektoren mehr werden, oder qualitativ besser selektiert wird, noch das die Ba´s in bessere Technologien investieren(Bilderkennung des Themas, automatische Erkennung von goldenem Schnitt, Rauschen, Artefakten usw.).
Läßt sich daraus ableiten, das die BA Besitzer das Geld lieber selber einstreichen oder das die Gewinne diese "Forschung" nicht zulassen?
Ich glaube, dass sich das Sterben der Agenturen beschleunigen wird und sich wirklich nur ein paar im Microstockmarkt halten können, wenn sie innovativ in ihrem Umgang mit den Bildern sind, und die so genannte kritische Masse erreicht haben.
Gern würde ich Eure Meinungen dazu lesen.
LG
Thomas
Nun ist diese Agentur sicher ein zu extremes Beispiel, um es grundsätzlich auf andere Agenturen umzulegen. Hier funktionieren nicht nur die Suchroutinen (oder besser: SuchRuinen) mehr schlecht als recht, hier kommen auch noch lustlose/launische Selektoren und ein gänzlich unbrauchbares(!!) Übersetzungssystem zusammen.
Beispiel: Business Boy (Der Name ansich ist schon ein Kracher, finde ich). Mal abgesehen davon, dass man diesen Namen besser für ne Reportage über Stricher verwenden könnte, haben Überswetzungsroutine und Selektoren versagt. Auszug aus den Keywords:
jungbulle, formelauto, studious, verkaufenzeichen, vorsylvester
Aha!
Nun, mit Automatiken wäre ich immer sehr zurückhaltend. Sowas geht halt oft nach hinten los, denn man bräuchte als Betreiber am liebsten nur noch wenig bis gar nicht mehr selbst in den automatischen Ablauf einzugreifen. Und man sieht ja, was dabei heraus kommen kann.aber sieht man, das nicht etwa die Selektoren mehr werden, oder qualitativ besser selektiert wird, noch das die Ba´s in bessere Technologien investieren(Bilderkennung des Themas, automatische Erkennung von goldenem Schnitt, Rauschen, Artefakten usw.).
Läßt sich daraus ableiten, das die BA Besitzer das Geld lieber selber einstreichen oder das die Gewinne diese "Forschung" nicht zulassen?
Dummerweise steht bei vielen Betreibern allein der Profit ganz oben auf der Liste. "Es läuft doch. Warum investieren, wenn der Umsatz auch so da ist? Lieber erstmal in die Tasche stecken."
Mir scheint es, als ginge es heute vorrangig darum, Investoren und Management zu befriedigen. Ist der Laden erstmal an die Wand gefahren, schließt man die Bude eben ab bzwl. wechselt in den nächsten Laden. Ganz gleich, ob die Produkte nun eben Fotos oder Klopapier sind - der Gewinn muss anscheinend maximiert werden. Dabei scheint es egal, über welchen Zeitraum das funktioniert und wieviele Mitarbeiter bzw. Zulieferter auf der Strecke bleiben.
Von daher sehe ich es auch so, dass (um bei unserer Sparte hier zu bleiben) noch viele weitere Agenturen dicht machen. Die, die überbleiben, wachen vielleicht auf. Oder bemühen sich von Anfgang an. Aus Idealismus oder sonst einer Motivation heraus. Das sind dann hoffentlich die, die bestehen.
LG,
Heiko
Hallo miteinander,
genau das ist des Pudels Kern. Bilder aus Microstockagenturen sind für professionelle
Anwender viel zu teuer, denn Sie binden vielzuviel Arbeitszeit bei den Bildredakteuren um
verwendbare Bilder zu finden.
Viele Zeitschriften haben Versuche gemacht und sind inzwischen bei "richtigen" Agenturen
zurück, den bei den Marktführern gibts es kontrollierte Keywords, keinen Schrott und die
Dateien sind immer groß genug und profigemäß aufgearbeitet.
Kein Kunde will sich durch Millionenbestände, die größtenteils unbrauchbar sind, durcharbeiten.
Wer Alamy kennt - genau dieses Problem haben die jetzt auch !
Es nutzt auch nichts, dass manche Micros jetzt strenger auswählen, die Altbestände von einigen
Jahren sind ja immer noch da. Und die Gesamtbestände sind doch zu 80% deckungsgleich durch
alle Agenturen.
In Visuell las ich einen Bericht der Hochpreisagentur Westend, die nicht jeden Tag tausende neue
Bilder einstellen, sondern weniger - aber verwendbare Bilder anbieten wollen - und diese optimal
beschriftet. Imagebroker, Bildagentur-online, Stock Food oder Plainpicture verfolgen wohl ähnliche Ziele.
Ich glaube auf lange Frist könnte das der bessere Weg sein.
Auch die abenteuerlichen Bildmengen mit denen einige Fotografen jonglieren - wie schafft Ihr das;
also fotografieren, von raw zu tif, kontrast und helligkeit optimieren, retuschieren, eventuell noch Korrekturen Perspektive oder Weißabgleich, beschriften, jpg-machen, Sicherheitskopie und versenden (also ehrlich, mehr wie 30 - 40 schaffe ich am Tag nicht).
Gruß Sunny
Nur ein paar Gedanken bzw. Fragen, um das Problem aus meiner Sicht etwas zu umreißen:
1. Was kostet es und wie lange dauert es, um eine Bildagentur-Seite mit dem heutzutage üblichen Funktionsumfang zu programmieren?
2. Wieviel Personal braucht man, um
- die Bearbeitungszeiten für die Masse der Bildlieferanten in erträglichem Rahmen zu halten und ein Mindestniveau an technischer Bildqualität und Verschlagwortung zu garantieren? Auch und gerade dann, wenn irgendwer über´s Wochenende mal ein Portfolio von 5.000 Bilder über ftp einschiebt, welches anderswo kaum noch Umsätze erwirtschaftet?
- Außenwerbung in einem solchen Maße zu betreiben, daß in absehbarer Zeit mit Umsätzen gerechnet werden kann?
3. Wie kann ein Neugründer den Entwicklungsvorsprung eines direkten Konkurrenten von sagen wir mal drei bis vier Jahren aufholen?
Ich vermute mal, daß die Antwort auf diese Frage nicht nur aus einer Investitionssumme von grob geschätzten 60.000 bis über 100.000 Euro besteht: bei zwei Leuten für den reinen Agenturbetrieb schon 50.000 Personalkosten im Jahr, 10.000 Programmierung und Serverbetrieb, vielleicht noch solche Kleinigkeiten, wie Büro, Reisekosten, Telefon - ich rede schon gar nicht von Kuriositäten wie den "Einkauf" von Fotos.
Investoren stellt sich die Frage, warum sie dieses Geld ausgerechnet in die Hand nehmen sollten, um in einen übersättigten Markt zu drängen, anstatt sich eine gutgehende Nische zu suchen. Also werden mangels Masse Kompromisse eingegangen:
Eine schaumgebremste Verkaufsplattform, ein preiswerter und infolgedessen langsamer Server, es geht auch erst einmal ohne angestelltes Personal.
Der Aufbau des Bildbestandes dauert, weil der Agenturinhaber mit Sichtung und Kontrolle nicht nachkommt - derweil verliert er die Kunden, die nicht auf eine Reaktion des Servers warten können bzw. deren Suchanfragen permanent ins Leere gehen und die Fotografen, deren Bilder über Wochen nicht begutachtet werden. Die Einnahmen, die für den Aufbau der Agentur eingeplant waren, bleiben aus. Der Abstand zur Konkurrenz vergrößert sich zusehends. Man wird irgendwann einsichtig und gibt auf.
Ich bin der Letzte, der einem Neueinsteiger nicht seine Chance zugestehen und ihm die Mitarbeit verweigern will. Allerdings stellt auch mir sich mittlerweile die Frage, wie reell die Chancen einer neuen Plattform heutzutage noch sind, oder auch nur theoretisch sein können. Und wie viele hier will ich für meine Arbeit auch einmal ein Ergebnis sehen.
Peter
Weil das wirtschaftlich unsinnig wäre...
Der kommerzielle Anbieter, der bei Google ein möglichst gutes Listing haben will, will dies, weil er über das Listing Dinge verkauft. Das heißt: hinter dem Listing steht noch ein komplett neuer Schritt - der eigentliche Schritt, nämlich das geschäftliche Angebot und der Verkaufsabschluß.
Bei Fotolia macht das keinen Sinn - wieso sollte der Fotograf Fotolia etwas dafür bezahlen, daß die dann seine Bilder verkaufen?
Respektive: er tut es ja eh schon - Fotolia bekommt ja seinen Anteil. Das Model Google auf Fotolia umzusetzen, würde also bedeuten: Fotolia-Fotografen haben die Möglichkeit, auf einen Teil ihrer Credits zu verzichten, so daß Fotolia mehr am Verkauf des betreffenden Bildes verdient, und dafür rückt das Bild in der Suchergebnis-Ausgabe dann nach vorn...
Oder anders gesagt: je größer der Agentur-Anteil, desto prominenter plaziert Fotolia das Bild.
Kann man machen. Am Ende steht dann das Konzept, daß die Fotografen, die ihre Bilder nur aus Eitelkeit anbieten, auf ihren Anteil komplett verzichten, und dafür ganz vorne in den Suchergebnissen stehen. Oder noch besser: der Fotograf zahlt Fotolia etwas für jedes verkaufte Bild. Ein paar Cent nur, aber immerhin.
Das ist dann das Konzept gewisser "Verlage", die Bücher herausbringen und sich das von den Autoren bezahlen lassen. Befriedigt die Eitelkeit des Autors und das Gewinnstreben des "Verlags", hat aber mit Literatur meist nur noch wenig zu tun...
Das ist ein Problem der schieren Masse, und gute Agenturen setzen nicht auf Quantität sondern auf Qualität. Es ist Unfug, 1000 Fotos "Rapsfeld" in eine Agentur zu nehmen. Denn "Rapsfeld" wird noch nicht mal über das Aufnahmejahr differenziert (die Aufnahmne des Hamburger Michels 1000mal im Archiv zu haben, ist sinnvoll - wenn es sich um je 20 Aufnahmen aus den vergangenen 50 Jahren handelt, jeweils unterschiedlich in den Accessoirs wie Autotypen, Kleidung und Frisuren der Passanten usw.)Nun, manche von den BA´s liefern ja immer wieder Hilfestellungen, zu Beschreibungen, Keywords usw. Aber wenn bei 100 Bildern die Keywords identisch wären, weil die Bilder sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, dann weiß ich immer noch nicht, ob mein Bild weiter vorn angezeigt wird.
Da ist dann schon der erste Fehler im Agenturmodell - weder "nicht so gute Bilder" noch "Mittelmaß" haben irgendwas im Bestand einer Fotoagentur zu suchen, es sei denn, es handele sich um sehr exotische Themen, zu denen es nur wenig Bildmaterial gibt.Sagen wir mal bei den 100 Bildern gibt es 30% nicht so gute Bilder, 50 % Mittelmaß und 20% sehr gute Bilder.
Deswegen bevorzugt ein Bildredakteur, der sein Geld wert ist und vernünftig arbeiten möchte, auch Agenturen, bei denen er mit "optischem Müll" gar nicht erst belästigt wird. Und er weiß außerdem Prioritäten zu setzen - will er für's Feature in der Sonntagsausgabe im Mai ein blühendes Rapsfeld, dann greift er zum aktuellen dpa- oder AP-Foto, das ihm zuverlässig mit dem Auftauchen blühenden Rapses von den Agenturen geliefert wird (da muß er gar nicht suchen) und das er ohnehin im Abonnement hat... Und seine Arbeitszeit verwendet er für sinnvollere Suchen. Und gute Agenturen machen es genauso - die warten nicht darauf, daß einer sucht und findet, die liefern viele Dinge eben auch aktiv an.Ein Bildredakteur, wird ähnlich wie bei Google nach den ersten beiden Seiten die Lust verlieren(ist mir selber auch so gegangen). Nun waren auf den ersten Seiten die 80 % Mittelmaß bis schlecht Bilder.
Je höher das minderwertige Bildangebot ist, desto unbeliebter wird die Agentur beim Bildredakteur werden.Nun tritt folgendes ein, der Bildredakteur findet nicht "seine" Qualität unter den ersten Bildern, nimmt aber natürlich auch keines der schlechteren. Damit werden immer weniger Verkäufe stattfinden, je höher das Bildangebot insgesamt ist.
Wobei man sich keine Illusionen machen sollte: Bildredakteure von Zeitungen und Zeitschriften verwenden Fotolia-Bilder (und das tun sie ja durchaus manchmal) nicht, weil sie da so viele schöne Bilder finden und die auch noch so billig sind...
Zeitungs- und Zeitschriften-Bildredakteure verwenden Fotolia-Bilder, obwohl dieser Beschaffungsweg vollständig aus den üblichen Arbeitsabläufen und dem Bilder-Workflow der Medienbranche herausfällt, weil ihn geizige Verlage im Nacken sitzen, die sagen "Nimm's für 3 Euro statt für 75 Euro!"
Wieviele Micro-Stock-Fotos wurden denn bislang in STERN oder GEO, SPIEGEL oder FOCUS gesehen? (In Blättern also, wo bei allem Sparzwang immer noch das Bewußtsein vorhanden ist, daß gutes Material Geld kostet...)
Da hast Du völlig recht - Du zeigst aber auch, vielleicht unbeabsichtigt, wo der Hase im Pfeffer liegt...Damit sinken die Verkäufe pro Bild und für viele Hobbyisten wird auch der Spassfaktor geringer.
"Spaßfaktor" und "Verkäufe pro Bild" - das ist doch ein Widerspruch in sich.
Es sei denn, man würde den wirtschaftlichen Erfolg als "Spaßfaktor" nehmen - dann aber ist man genau an dem Punkt, wo unternehmerisches Handeln anfängt, und dann muß man sich natürlich fragen: rentiert sich das Ganze überhaupt? Und was für ein Stundenlohn kommt eigentlich dabei heraus?
Denn mal ehrlich: zum Geldverdienen mit einem halbwegs akzeptablen Stundensatz taugen Micro-Stock-Agenturen weltweit vielleicht für 100 Fotografen. (Und selbst da habe ich so meine Zweifel... Die Zahlen, die bekannt werden, sind "weich", ob sie stimmen, kann niemand überprüfen.)
Die Zahl der Bildverkäufe insgesamt steigt aber nicht proportional zum Angebot, sondern hängt vom Bedarf ab. Und der bedarf für bezahltes Bildmaterial steigt zwar, aber deutlich langsamer als das Angebot.Damit muss jeder der Anbieter immer größere Zahlen von Bildern online haben, um auf den gleichen Umsatz/Anzahl Verkäufe zu kommen.
Und genau deshalb wird ja an zwei Fronten gekämpft: a) an der Preisfront, und b) an der Qualitätsfront.
Wobei die Preisfront den Nachteil hat: es gibt eine Grenze, unterhalb derer es nicht mehr funktioniert. Die Zahl derjenigen, die auf Dauer zubuttern kann, ist nämlich auch begrenzt.
An der Qualitätsfront ist dagegen immer alles offen...
Bei einer vernünftig arbeitenden Agentur müsste er nur proportional zum guten Bildbestand erhöhen. Und auch das ist falsch, denn bei einer vernünftig arbeitenden Agentur steigt der Umsatz im Verhältnis zum Bildbestand.(Siehe Aussagen Yuri Arcurs).
Dieser Trend leitet sich aus der höheren Anzahl der Bilder in der BA ab. Wenn der Bildlieferant bei einer Steigerung der Bildmenge von 3 auf 4 Mio in gleicher Art berücksichtigt werden will, muss auch er seine Anzahl Bilder um 25% erhöhen.
Solche Agenturen schaufeln sich ihr eigenes Grab. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, daß bei "richtigen Fotoagenturen" (ich verwende das böse Wort jetzt bewußt mal) die Keywords von der Redaktion überprüft, korrigiert und ergänzt werden.Versucht doch mal diese Suche: mann lächeln business
Ihr könnt das auch variieren, mit lachen oder weiß zähne usw.
Die Hälfte der Bilder lächeln nicht, ein Teil sind nur Frauen drauf oder Kinder, ein weiterer Teil hat nichts mit Business zu tun. Spezialisiert man die Suche auf "mann lachen business weiß zähne" dann kommt gar kein Ergebniss mehr.
Kann man daraus schließen, dass nur die Keywords der Schlüssel zur ersten Reihe sind?
Und da stößt das "Micro-Stock-Model" dann irgendwann an seine Grenzen, denn das ist bei den Honoraren pro Bild nicht erzielbar. Da hilft dann auch die schiere Masse nicht mehr - wenn ich pro Foto 5 Euro Kosten für saubere Verschlagwortung habe, werde ich nicht überleben, wenn pro Foto im Schnitt nur 4 Euro Honorarumsatz erziele.Die Ba´s müssen immer höhere Aufwände betreiben, um dem Suchenden die richtigen Ergebnisse zu liefern.
Einziger Ausweg: ich lagere diese Arbeit an die Fotografen aus.
Genau das funktioniert aber bei Micro-Stock-Agenturen nicht, denn die nehmen "jedermann" - und können sich also nicht ansatzweise auf ihre Zulieferer verlassen. Sie müssten die Zulieferer auf die Qualität der angelieferten Verschlagwortung überprüfen - nun denn, dann könnten sie auch gleich die Bilder alle überprüfen.
Es gibt einen Bedarf für "Billig-Content". Von Nachfragern, denen es nicht so sehr auf Qualitätsgarantie oder gute Suchfunktionen oder guten Service ankommt. Die es in Kauf nehmen, selber viel ergänzende Sucharbeit zu übernehmen.Ich glaube, dass sich das Sterben der Agenturen beschleunigen wird und sich wirklich nur ein paar im Microstockmarkt halten können, wenn sie innovativ in ihrem Umgang mit den Bildern sind, und die so genannte kritische Masse erreicht haben.
Für diesen Bedarf wird es ein Angebot geben. Und um diesen Markt werden bestimmte Anbieter kämpfen.
Es gibt ein Interesse von "Bild-Lieferanten", ihre Bilder über Micro-Stock-Agenturen zu verhökern.
Auch dafür wird es ein Angebot geben. Manche Leute werden tatsächlich ein realistisches Zusatzeinkommen damit erzielen, andere werden sich selbst ausbeuten oder sogar zuschießen, weil's ihnen Spaß macht. Andere Leute werden nach ein paar Monaten oder paar Jahren den Spaß daran wieder verlieren und sich anderen Sachen zuwenden.
Das Geschäftsmodell "Micro-Stock-Fotos" wird so lange funktionieren, wie genügend Nachschub kommt, um den Bedarf zu befriedigen. So einfach ist das.
Mal davon abgesehen, daß ich "Verkäufer lächeln" für eine etwas zu unscharfe Suchanfrage halte...
Geh mal auf http://212.202.241.188/diasweb/Welcome.do
und gib mal "Verkäufer lächeln" ein...
491 statt 407 Fotos, aber es wird schon deutlich mehr gelächelt...
Und dann mach das ganze mal bei www.fotofinder.net - da bekommst Du einen schönen Querschnitt deutscher "Nicht-Micro-Stock"-Agenturen.
Eine Frage geht mir an dieser Stelle spontan durch den Kopf, ich werfe die mal in die Runde...
Gibt es hier eigentlich User, die nach einer gewissen Zeit auf der Micro-Stock-Schiene festgestellt haben, daß sie ein paar 100 Fotos in Jahr verkaufen, und die daraufhin mal auf die Idee gekommen sind, bei den "Macro-Stock"-Agenturen anzuklopfen?
Also die Bearbeitungszeiten sind ja bei einigen Microstocks nicht so lange. Ich denke das Problem liegt vor allem bei der Qualität. Siehe auch all die Forumsbeiträge über die Selektion bei Microstocks. Im Übrigen finde ich die Analyse von Hottommy sehr treffend und gut auf den Punkt gebracht.
Natürlich wird es immer einen gewissen Bedarf an Billig-Fotos geben; die Frage ist aber ob diese Nachfrage so gross ist, dass auch Gewinn damit gemacht werden kann. Die Ein-Mann Klitsche die halbprofessionell ein paar Broschüren entwirft oder der Schüler, Student der ein Foto für einen Vortrag sucht werden da kaum genügend zum Überleben einbringen.
Professionelle Bildeinkäufer werden aber früher oder später merken, dass billig manchmal ganz schön teuer sein kann. Für ein Bild nur 2 oder 3 Euros bezahlt aber dafür eine Stunde Arbeitszeit verloren.... das kann nicht aufgehen!
Eine Fachzeitschrift aus einem Bereich wie die von Dir genannten hatte ich dieses Jahr mal im Rahmen eines kostenlosen Probeabo´s beobachtet. Und die war über mehrere Wochen hinweg fast vollständig mit Material von istockphoto illustriert, das Titelbild eingeschlossen. Der Rest stammte dann regelmäßig vom AP-Abo.
Das Problem besteht nur darin, daß heutzutage die Einsicht in solche Wahrheiten und die Kompetenz, Entscheidungen zu fällen und Weisungen zu erteilen, immer seltener in ein und derselben Person zusammentrifft.
Wenn also eine Zeitschrift exclusiv von Pfennigagenturen bestückt wird, dann vermutlich nicht deshalb, weil die Redakteure Bildrecherchen toll finden, sondern weil man Ihnen das Budget dafür auf ein Zehntel gekürzt hat.
StockXpert macht dicht !: Gerade gekommen: Important Note: As of February 11, searching and downloading at StockXpert...
bildfoto.de macht dicht am 31.12.08: Titat: " zu unserem größten Bedauern müssen wir unser Portal www.bildfoto.de und...
Wie macht Ihr das ....: Hallo, ich mache seit kurzem Stockfotos. Natürlich habe ich auch schon zuvor Fotos gemacht und so...
Was macht jetzt Shutterstock ?: Ist es heute bei Euch auch so-( bei Schutterstock ) ? : Massenhaft...
geckostock - erfahrungen: http://www.geckostock.co.uk?ID=153&Name=foto.fritz die waren mal raw-stock-foto. und sind vor...